es gibt da eine vision, die mich einfach nicht loslässt. diese ist, dass es in ferner zukunft – in etwa 20-30 jahren – megacities gibt, megalopolen, die jeweils riesige gebiete umfassen. in etwa so, wie wenn das ganze mittelland eine stadt wäre – oder – als protoyp – das ruhrgebiet. in diesen städten gibt es alles, was der mensch begehert, ja auch das, was in uns selbst seit ureigensten gedanken ist: meine ‘sippe’, meinen freundeskreis, der um mich geschart ist. also so eine art von einer ansammlung von ghettos. zwar mit einem losen kontakt untereinander, der sich darin findet, die stadt zu schützen. ähnlich wie im mittelalter, wo es viertel der metzger, der schuster, der gerber gab. nur eben als den ‘clan’ betreffend diesmal. diese städte sind in sich geschlossene systeme. nach aussen hin abgeschottet durch sicherheitsmassnahmen und eintrittstore. ausserhalb der städte – einöde oder einfach nur wildnis, wo sich vereinzelt die oligarchie der städte im nahen gebiet, das noch halbwegs zivilisiert wird, trifft, um jagd zu halten. eine jagd aber nicht nur auf tiere, sondern auch auf diejenigen, die ausgestossen wurden oder sich selbst nicht eingefunden haben in der megalopolis.
und dann werden diese städte aussterben. tot sein. sich selbst und in sich selbst verfaulen.
die geschichte dazu ist das ‘buch megalopolis’ (projektname).
das ist eine vision.
