oracle sagt crm und meint nicht etwa siebel, sondern den ‘Oracle Sales Prospector‘ der am 10 juni an einer konferenz in boston vorgestellt wurde (link).
dieser teil der software soll ‘social’ sein – was aber daran dran sein soll ist mir schleierhaft. eingabe der daten von privaten und öffentlichen informationen ins system durch die sales-people und die backoffice-mitarbeiter. dies soll die datenqualität veressern und besser leads und prospects generieren. frei nach oracle.
salespeople, die daten freiwillig eingeben? informationen tauschen und aufarbeiten? informationen für andere mitarbeiter eingeben? sales-forces, die vor allem für sich selbst unterwegs sind. kennt man ja, den spruch. ‘wir brauchen kein (crm|erp|sfa|…), wir kennen unsere kunden’. und auch mit dem namen oracle wirds nicht gebracht.
es soll eine oberfläche sein, die anders als andere sein sollen. besser, freundlicher, offener, schöner im gui. on verra. und das wirds auch nicht richten denke ich.
ein system bringt nur dann was einzuführen wenn:
- das management dahinter steht
- klare prozesse definiert sind
- das crm gelebt wird und eine kulturinstanz, philosophie ist
- metriken gesetzt sind sowie
- ein klarer zuweisungsfakt geschaffen wird bei erfolg
that’s it. hier seh ich das nicht so klar. prozesse? naja. management? wie prüfe ich das hier bzw. wie bringe ich das management hinter die idee. leben, kultur, philosophie? ja, hier schon eher, das bedeutet aber auch eine änderung der ‘seele des verkäufers’ – und hier wirds eng. metriken – ja, und wie soll ich die qualitativen daten bewerten, wie festlegen, welche informationen erfolgreicher sind als andere etc… zuweisungsfakt? siehe vorher.
auch das ganze als ein add-on zu crm anzubieten finde ich spannend. nein, eher muss es klarer bestandteil sein. gerade das macht crm aus: die erfassung der qualitativen daten zu kunden, der historie, der empfindung, der bewertung. nothing else. miller/heimans haben das ja auch schon angedacht in ihrer matrix. also nix neues.
kommt dazu, dass die technologie die erste fusion-applikation sein soll von oracle. und wieso es nicht direkt in siebel integriert wird… vielleicht letzteres wegen dem ‘fancier gui’.
web 2.0 und crm wird ein thema. clouds, tags, social tagging, social data enhancement etc – das wird alles auch im crm ankommen. und auch in contact centers. da bin ich mir sicher.
spannend wirds jedenfalls schon zu sehen, wie gartner reagieren wird und wie es weitergeht bei anderen crm-anbietern.
have fun.
- 11. Juni 2008
- Posted by dpschmidt at 21:35
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- crm, oracle, siebel, social

[...] lustig. am 11. juni 2008 schrieb ich in meinem artikel über social crm: salespeople, die daten freiwillig eingeben? informationen tauschen und aufarbeiten? informationen für andere mitarbeiter eingeben? sales-forces, die vor allem für sich selbst unterwegs sind. kennt man ja, den spruch. ‘wir brauchen kein (crm|erp|sfa|…), wir kennen unsere kunden’. und auch mit dem namen oracle wirds nicht gebracht. (link) [...]
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