in letzter zeit habe ich mir gedanken gemacht, wie man nun wirklich scrum, agiles entwickeln und lean development vereinen kann oder anders gesagt, wie eine projektorganisation zustande kommen kann, die diese notationen wirklich verdient.
gestern hatte ich in einem gespräch mit einem coo scrum erwähnt und kurz erläutert, wobei dann direkt die replik kam, dass ‘das aber recht teuer ist, wenn alle leute sich täglich zum scrum-daily treffen’. auch wenn es nur 15 minuten sind.
und auch, dass es zu teuer ist, dass alle projektmitarbeiter immer im gleichen umfeld/raum sitzen – auch wenn die leute wirklich zusammenarbeiten müssen, um das projekt erfolgreich zu bewältigen. zu teuer. hatte ich mir fast gedach, dass das von einem director kommen müsste. kommunikation ist immer ‘zu teuer’…
ich konnte mir grad noch verkneifen zu sagen, dass dadurch aber
- die qualität gesteigert wird
- die akzeptanz erhöht wird
- wirklich das implementiert und migriert wird, was wichtig und gewünscht ist
- die mitarbeiter im team dadurch involviert sind und sich einbringen
aber zurück zum thema…
‘lean’ ist meines erachtens ein schlagwort, welches wir unbedingt ersetzen müsse mit einem anderen wort, damit es akzeptiert wird. sonst kommt gleich immer die idee auf, dass ja keine produktion stattfindet, woher der begriff ja kommt. in einem epischen artikel hat boris gloger (link) bereits darauf hingewiesen, dass der begriff ‘lean’ zu abgenutzt ist. ich glaube, dass wir mehr emphasis auf ‘werte’ und ‘prinzipien’ legen müssen. so würde ich es lieber sehen, wenn wir von einem ‘agilen, wertorientierten framework’ sprechen würden. ‘lean’ im sinne von ohno und deming bedeutet eben auch menschlichkeit, einbezug und verantwortung. oder anders:
- die übereinstimmung von ‘Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung (AKV)’ in einer person und in einem team.
scrum ist nicht lean, weil es agil ist oder agil weil es lean ist. scrum hat alles um werte zu tun. wir können anwenden, was für den erfolg eines projektes wichtig ist und die methodik unterstützt. daher sehe ich den begriff ‘value-based’ als ersatz für ‘lean’ an. ‘wertorientiert’ bedeutet
- wir orientieren uns an der maximierung des wertes für den product owner/product sponsor
- wir orientieren uns menschlichen werten untereinander und fokussieren auf den jeweiligen sprint-erfolg
- wir werfen altes über bord und akzeptieren neues wenn es dem sprint nutzt
- wir schätzen einander für die aufgaben, kompetenze und verantwortungen, zu denen wir uns comitten
- wir generieren grösstmöglichen nutzen für die anwender
und das ist es, was ich gestern als vorwurf bekam, dass dies ja ‘alles weiche faktoren sind’. ja – und nein. think about it…
wir akzeptieren den wandel. wir akzeptieren, dass es neue tools im framework geben kann. wir akzeptieren, dass wir viel falsch machen können, wir akzeptieren, dass wir erledigtes wieder aufgreifen, weil wir dazugelernt haben. sind das weiche faktoren? führung im management-stil heisst Planen, Entscheiden, Anordnen, Kontrollieren. scrum ist nicht anders. nur dass der kreis sich dann wieder schliesst, dass scrum offen ist, neues zuzulassen und dies neue zu akzeptieren. der entwickler lernt vom business-vertreter. der business-vertreter lernt vom entwickler. der product-owner lernt vom scrum-master und team. der scrum-master lernt vom product-owner und -sponsor und vom team.
‘agile, value-based’ bedeutet, dass das gesamte team den wandel akzeptiert, sich akzeptiert.
und jetzt weiss ich, dass viele das ganze hier zu seicht halten und alles nur soft-factors. darum demnächst zu hard facts auch noch was…


[...] 1. wir orientieren uns an der maximierung des wertes für den product owner/product sponsor 2. wir orientieren uns menschlichen werten untereinander und fokussieren auf den jeweiligen sprint-erfolg 3. wir werfen altes über bord und akzeptieren neues wenn es dem sprint nutzt 4. wir schätzen einander für die aufgaben, kompetenze und verantwortungen, zu denen wir uns comitten 5. wir generieren grösstmöglichen nutzen für die anwender gefunden bei: DPSchmidt [...]
[...] 13 October , 2008 · No Comments 1. wir orientieren uns an der maximierung des wertes für den product owner/product sponsor 2. wir orientieren uns menschlichen werten untereinander und fokussieren auf den jeweiligen sprint-erfolg 3. wir werfen altes über bord und akzeptieren neues wenn es dem sprint nutzt 4. wir schätzen einander für die aufgaben, kompetenze und verantwortungen, zu denen wir uns comitten 5. wir generieren grösstmöglichen nutzen für die anwender gefunden bei: DPSchmidt [...]
[...] 23 October , 2008 · No Comments 1. wir orientieren uns an der maximierung des wertes für den product owner/product sponsor 2. wir orientieren uns menschlichen werten untereinander und fokussieren auf den jeweiligen sprint-erfolg 3. wir werfen altes über bord und akzeptieren neues wenn es dem sprint nutzt 4. wir schätzen einander für die aufgaben, kompetenze und verantwortungen, zu denen wir uns comitten 5. wir generieren grösstmöglichen nutzen für die anwender gefunden bei: DPSchmidt [...]