nein, es ist unscharf!

ich weiss, ich weiss: zwei buzzwords im titel. entweder wird mich google lieben oder hassen. jedenfalls ist es so, dass ich mir – während dem ich eine offerte schreiben darf/kann/muss/versuche/probiere – gedanken über diese beiden begriffe gemacht habe. eigentlich mit dem ziel, dass der begriff ‘social 2.0′ dabei rauskäme.aber was hätte das für einen sinn: social 2.0? was wäre dann social 1.0? oder noch besser social 0.5? letzteres vielleicht die welt vor der eroberung aus europa her – stichworte kolumbus, cook und andere. oder social 1.0 die welt vor den weltkriegen? interessanter gedanke eigentlich.

heute reden wir von web 2.0, crm 2.0 – aber wir wissen oft gar nicht, was vorher war bzw. ist es mir ein rätsel von 2.0 zu sprechen, wo doch 1.0 noch nicht mal überall durchgeschlagen hat. jungs, das geht so ned. wenn ich wirklich von 1.0 auf 2.0 wechsle, bedeutet das eine disruption, einen echten wechsel in der art

  • wie ich von 1.0 zu 2.0 handle bzw. das instrument nutze,
  • wie das look&feel ist und mich (!!) unterstützt in meiner täglichen arbeit,
  • wie die philosophie eine andere ist in der kundenkommunikation,
  • wie ich mich selbst ausdrücke und sehe,
  • und zuletzt womit ich ertrag/gewinn/wohlfahrt/nachhalt generiere.

mit letzterem punkt ist m.e. ein wichtiger punkt in der aktuellen ‘social crm’, ‘crm 2.0′ getroffen. sind diese ‘neuen’ produkte (-sic-) nachhaltig? und ich meine hier nicht nur technologisch nachhaltig, sondern in allen dimensionen des handelns und lebens? also in meiner sozialen, wirtschaftlichen, technologischen, umweltlichen interaktion, so dass die offenheit bei einer veränderung oder verbesserung gewährleistet ist. nachhaltigkeit und 2.0-buzzwords sind m.e. zu wenig analyisert oder betrachtet. eigentlich war die idee einmal, dass wir uns bewusster werden von 1.0 zu 2.0.

social crm und crm 2.0 – für mich irgendwie ohne nachhalt. social crm ist besetzt von einer unternehmung, die als erste auf den zug aufgesprungen ist, ‘social’ als ökonmischen faktor zu begreifen. ist nicht per se schlecht, aber finde ich schade, da diese firma ja sicherlich genügend schlagkraft hätte, einen anderen begriff zu propagieren – z.b. sustainable crm ;-) (neee, nicht im ernst). crm 2.0 soll ja ein crm sein, welches mich unterstützt, im web verfügbar ist, mit ajax funktioniert (technologie!!!), informationen aktiv darbietet und einfach ‘cooler und simpler’ zu bedienen ist. social crm 2.0 wäre dann also in diesem sinne ein crm, welches mir erlaubt, meine kundenbeziehungs-management-bedürfnisse in einer oberfläche zu verwalten und zu operieren, die mir intuitiv vertraut ist und mich in meiner sozialen netzwerk-erarbeitung unterstützt, so dass ich der mich zahlenden firma einen mehrwert bringen kann. oder so. social crm 2.0 heisst also, ich mach ‘mehr kohle’ weil ich mehr informationen zur verfügung habe.

ich interpretier das ganze ein bissche anders: social crm 2.0 ist erstmal eine philosophie, dich mich unterstützt, das beste für meinen aktuell kontaktierten kunden zu finden. entsprechende tool- und instrumentunterstützung ist ein add-on, welches mir erlaubt, die möglicherweise vielfältigen beziehungen meines kunden zu meiner oder anderen unternehmungen zu betrachten und analyisieren, um daraus schlüsse zur optimierung der kundeninteraktion zu ziehen, die meinen kunden von zufriedenheit zur begeisterung bringt – und sei es nur deshalb, weil ich mit ihm über das blau in van gogh’s bildern rede…

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