Okt 112009
 

wenn ich mir früher tee gemacht habe, ging das immer recht lange. wasser in die pfanne, pfanne auf den herd – womöglich noch deckel vergessen – herd anmachen und warten, warten, warten. da gibts dann mitbewohner, die das schneller haben wollen. und dafür geht man dann in den office world nach dietlikon und kauft einen wasserkocher marke rowenta. soweit so gut. vor etwa 1 jahr haben wir das auch gemacht. metallige aussenhaut, klappschalter für an-aus, mehr oder weniger steckerlose stromübertragungsplatte (ich bin immer wieder überrascht, dass es ganz so ‘wireless’ bei strom doch noch nicht geht – oder doch?).

nunja, des gebrauchs war viel und intensiv. dann vor etwa 3 monaten der schock…das gerät konnte zuerst nur noch mit müh und not und dann gar nicht mehr angestellt werden. der wasserkocher – immerhin eine investition von rund chf 70 – war also nicht mehr zu gebrauchen. schade. die quittung gesucht – natürlich nicht mehr vorhanden. lange gerätselt, kaufte ich dann doch noch einen neuen, der als nicht so schön befunden wurde ;-)

kurz danach sind wir dann doch nochmals nach dietlikon aufgebrochen – by car, da wir ja auch noch ein paar andere dinge kaufen wollten. beim office-world vorbei und dort moniert – samt gerät. zuerst ratlosigkeit bei der verkäuferin. der chef kam und nestelte auf einer liste rum. ja, diese geräte hätten sie verkauft. zuerst dachte ich: ‘klar, und jetzt sagt er dies und das und heutzutage nicht mehr auf langlebig etc…’

zuerst mal die frage: ‘haben sie noch eine quittung?’ ‘nein. nicht mehr, wir haben gesucht.’ ‘ah – ok. wann haben sie den kocher denn gekauft?’ ‘vor etwa einem jahr.’ ‘gut. dann rufen wir doch gleich mal bei rowenta an.’

ab diesem zeitpunkt war ich verblüfft. anrufen? bei rowenta. ja, klar. vor uns hat der nette filialleiter aber dann angerufen und ist direkt mit dem werkstattchef verbunden worden. ein kurzes gespräch und wir konnten unseren nicht mehr funktionalen wasserkocher dalassen und unsere adresse angeben. wir sollten den neuen kocher dann avisiert abholen.

was ich gelernt habe:

  • es lohnt sich, einheimische produkte zu kaufen, auch wenn sie irgendwo produziert werden. hauptsache es steht eine lokale firma drauf. dann geht’s schon gut.
  • auch ohne quittung kann man auf garantie pochen bzw. wahrheit zählt immer!
  • ein engagierter filialleiter kann viel bewegen.
  • für mich ist die servicewüste schweiz mit ein paar oasen ausgestattet.
  • office world hat eine sehr gute servicequalität und es wird gelebt, was beschrieben wird.

nebenbei bemerkt: wir sollten nochmal nach dietlikon gehen und den neuen wasserkocher abholen.

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