nach dem ersten teil meiner diplomarbeit über ‘die nachhaltigkeit von innovationen in der computerindustrie’ von 1998 an der universität zürich, wird dsc_diplomarbeit_1998_sustainability_teil_II zum download angeboten. dieser beschäftigt sich mit den (damaligen) ‘grundlagen der computerindustrie’. sicherlich, wir haben seitdem ein paar riesige performance-schritte gemacht. sei es in der speicher-, netzwerk-, rechner- oder kommunikations-architektur. die vergleichbarkeit technischer natur ist nicht mehr gegeben. dennoch habe ich bereits damals auf die zunehmende dynamik hingewiesen, aber auch klar gemacht, dass das ‘heute’ eben mit dem ‘damals’ im hintergrund zu betrachten sei. dies ist m.e. leider heute völlig verloren gegangen. nein, zukunftsfähigkeit hat nichts mit nur-nach-vorne-schauen zu tun. wir müssen vielmehr auf alte werte wie wahrheit, ehrlichkeit, gemeinschaft und zusammenhalt zurückkommen, um die kommenden anforderungen zu überstehen. spannend ist allemal, dass wissenschaft und wirtschaft stets im wechselspiel zu sehen sind – die wissenschaft, die grundlagen erforscht und die wirtschaft, die diese dann weitertreibt. ich glaube, dass dieses modell gesund ist. alles andere ist nicht gut für die menschheit. also abkehr von oligopolistischen globalunternehmen.
im zweiten teil des kapitels gehts um den ‘begriff und wesen der computerindustrie’. auch hier glaube ich, dass sich nicht viel vom prinzip her geändert hat. nur dass sich der technology-push abgeschwächt hat und die ‘informationsindustrie’ den eigentlichen pull auslöst. erkennbar ist das m.e. an der begierlichkeit, in der neue chips von intel etc im markt aufgegriffen und direkt off-the-shelf aufgekauft werden. spannend ist, dass ich bereits damals sagte, dass die harte trennung von chip- und computerindustrie nicht gangbar ist. es hat sich gezeigt, dass vielmehr der wechsel noch rabiater war: nicht das zusammenkommen von chip- und computerindustrie ist passiert, sondern vielmehr der computer- und informationsindustrie. ich glaube, dass hier der eigentliche wachstumsschub erst noch kommt. nb: witzig ist, dass windows 3.1. rund 86.3% marktanteil hatte. dominanz schon damals. do you remember?
die fokussierung auf standard- und modifizierte standardprodukte für die analyse in der arbeit war und ist klar.
dynamik, time-to-market, window-of-opportunity und schumpeter sind für mich noch immer wichtige denkbegriffe. weil gerade schumpeter sich klar abgegrenzt hat von exogenen veränderungen, vielmehr auf kreative destruktion setzte. wo diese heute zu finden ist, frage ich mich ernsthaft. wir reden von nachhaltigkeit, von green it, green cars, green mobility. wo ist aber wirklich das disruptive, das verändernde, das erschütternde neue? wird es nicht vielmehr durch die oligolopolistischen globalunternehmen aktiv ver- und behindert? ein bisschen mehr schumpeter täte jedem manager von heute gut. kreative selbst-in-frage-stellung wäre da bereits der anfang. ich glaube, dass das unsere einzige wirtschaftliche überlebenschance sein wird.
der link nochmals: <link>
