grünes licht für social media

grünes licht für social media marketing

nicht ein tag vergeht, in dem man in den gängigen online- und offline-medien neue fälle, zahlen und ‘fakten’ aus dem social-media-umfeld erfährt. vor allem auf die grossen zwei – facebook und twitter – wird stets verwiesen und die zahlen analysiert. ganz nett. nun hat der gehasst-geliebte nielsen auf nielsenwire die erkenntnisse einer globalen studie veröffentlicht, die aussagt, dass die nutzungslänge von dezember 2008 zu dezember 2009 unfassbare 82% steigerung beträgt. oder anders: mehr als 5 stunden 30 minuten ‘social media usage’ im dezember 2009. (link)

According to The Nielsen Company, global* consumers spent more than five and half hours on social networking sites like Facebook and Twitter in December 2009, an 82% increase from the same time last year when users were spending just over three hours on social networking sites. In addition, the overall traffic to social networking sites has grown over the last three years.

die ‘globalität’ der untersuchung wird durch das asteriks ein bisschen eingeschränkt: das relevant set waren die länder usa, uk, australien, brasilien, japan, schweiz (!!), deutschland, frankreich, spanien und italien. interessant scheint mir auch, dass ein detailvergleich der länder an den tag bringt, dass die australier mit rund 6:52 stunden um etwa eine halbe stunde über dem mittel liegen. entweder kommt hier der natürliche drang zum kommunizieren, austauschen und einfach plaudern zum ausdruck oder auch hier tut sich immer mehr eine diskrepanz von möglichkeit-der-kommunikation zur fähigkeit-der-kommunikation auf.

immerhin – wir, die schweizer – zieh’n den durchschnitt auch in dieser analyse kräftig runter. bei uns hat’s im dezember 2009 ‘nur’ für 3:54 stunden gereicht mit twitter und facebook. ja, die durchdringung braucht bei uns etwas länger; das netzwerk der twitter- und facebook-user ist noch immer eher dünn. es gibt hier in der schweiz die typische kurve und ich denke, wir befinden uns in der zweiten hälfte, dort wo die ‘early adopters’ den wagen anziehen können. (link)

wir müssen uns aber geschlagen geben von den japanern, die nur 2:50 stunden in diesen beiden medien unterwegs waren. kann es sein, dass das ntt docomo andere wege einschlägt (ja!!!!)

was die analyse zeigt ist für mich klar:

das marketing muss über kurz oder lang auch in der schweiz entsprechende social media monitoring-instrumente einsetzen und benutzen. es geht nicht nur darum, twitter und facebook zu tracken, sondern auch foren, blogs und andere eigene kundenservice-kontaktstellen wie e-mails, phone, browserbased help etc.

die marketing- und verkaufsabteilungen in der schweiz (europa?) müssen mehr als 10 prozent ihres budgets einsetzen (link), um zu experimentieren, neue wege zu gehen und sich erfahren machen, wie social media/marketing funktioniert. web2.0 ist ein guter anfang – aber wie auch crm immer noch zu sehr auf technologie (ajax, soa, api, mashup…) fokussiert. es gilt, social media in der kommunikations- und medienstrategie und in taktische massnahmen umzusetzen und entsprechend die wirksamkeit zu messen. es gilt, einen chief-social-media-officer aufzustellen, der in grösseren firmen sehr eng mit dem kundenservice zusammenarbeitet. aktive systeme müssen das web ‘durchforsten’ nach begriffen und entsprechend halbautomatisierte antworten aus knowledge-bases vorgeben, die dann auf den verschiedenen relevanten plattformen publik gemacht werden sollen. es gibt im web bereits entsprechende suites – aber ich glaube, dass hier (noch) eine inhouse-lösung mit dem kundenservice die bessere lösung ist. demnächst stelle ich eine mögliche lösung hier vor.

 

social media umfasst nicht nur die bekannten plattformen wie facebook, twitter, myspace oder andere mehr businessorientierte plattformen wie xing oder linkedin. social media ist eben auch blogs, foren, e-mails, guestbooks und alle möglichen anderen kommunikations- und ausdrucksformen im web. früher ging das alle ja noch – wir hatten das usenet, die irc-channels und unsere blackboards, die wir kannten und auch bis zu einem gewissen masse ‘überwachen’ konnten bzw. wir kannten uns auf diesen plattformen sogar persönlich. heute ist das anders. wenn an einem ende der kette, also der unternehmung, ein kommunikationsfehler (schlechte produkte, falsche werbung, falsche massnahmen etc) auftritt, kann das einen digitalen tsunami auslösen, der dann auf den auslöser zurücktrifft. da gilt es die millionen von messages zu tracken und entsprechend aktionen auszulösen. Continue reading »

 

ein traum von mir war schon lange, dass auch auf normalen computern, ein taktiles feedback gegeben wird. so z.b. dass grosse files auch schwerer zu bewegen sind. oder persönliche nachrichten beim mausdrüberfahren z.b. grössere schriftarten zoomen oder bilder mit bekannten gesichtern vibrieren etc… dieser film zeigt, wie es noch weiter gehen kann. besondern das atmen und herzschlagen finde ich faszinierend. ich finde dieses video sehr, sehr inspirierend.

 

berninabahn vor der alp grüm

2010 hat nun begonnen. das jahr 2009 war – wie schon im twitter erwähnt – noch zu sehr it-getrieben im crm-umfeld. mein wunsch für 2010 ist ein prozessgetriebenes, evaluiertes, bedürfnis- und bedarfsgerechtes crm mit einem klaren und erkennbaren kundenerlebnis-fokus. sicherlich ist das hoch gegriffen – dennoch; ist nicht das ziel der weg? andererseits sehe ich in gesprächen noch immer aussprüche wie ‘crm haben wir das produkt xy im einsatz. aber ehrlich gesagt, ich sage meinen salesteams lieber, dass sie ihre informationen primär einmal auf papier niederschreiben und danach dann im backoffice einfüllen im crm.’ spannend an der aussage ist, dass hier nicht das system sondern der prozess oder die nicht-unterstützung der faktor ist, der ein durchgängiges crm verhindert. ‘nicht das system’ ist nicht ganz richtig. vielmehr sollte das system auch so eingerichtet sein, dass es prozessunterstützend ist und einfach zu bedienen sowie auch offline verfügbar ist. und dass das management lebt, was implementiert wurde. und – ach ja – dass man nebem dem software-implementator auch einen guten crm-berater engagiert, der sich mit change-problematiken auskennt und unterstützt. denn eben – crm ist nicht nur software. Continue reading »