dpschmidt

ein leben, das manchmal agil sich entwickelt, langweilig ist oder einfach von allen gleich und anders ist. zu hause wohnen und die berge geniessen und wanderungen. als entspannung seen und berge und zu hause. oder auch manchmal weine kaufen und einkellern und trinken. und dann soweit auch job-projekte, persönliche erlebnisse, ferien und eindrücke. eben das, was man so erwartet. oder auch nicht. und genau das was man nicht erwartet erwartet agilität oder value-based management des lebens. wenn man es so ausdrücken kann.

 

die finance industrie – nicht nur in der schweiz unter ständiger beobachtung von vielen stakeholdern. justizien, die allerlei neue informationen verlangen, regelwerke, die (berechtigterweise) die geschäfte neu mit finanzierung hinterlegen lassen, marktmässige turbulenzen und da ist noch der bewohner, der sein geld bei irgendeiner der banken sicher hinterlegt meint und sich ob der turbulenzen über die nachhaltigkeit dieses geschäfts fragt, dennoch aber fast keine andere alternative hat. kurzum: regulatorien zwingen im finance zu klar definierter und geregelter kommunikation.

auf der anderen seite: der markt und die kunden, die sich über die dienstleistungen und produkte unterhalten. früher am stammtisch, heute im web, auch über social media. was da gesprochen wird – direkt oder indirekt, gegen- und miteinander aber auch manchmal nur generell über firmen und marken geht oftmals an den instituten vorbei – ob gewollt oder nicht. dabei ist jetzt die zeit, zu lernen und die fehler, die im retail- bzw. ‘produktions’-geschäft gemacht wurden, nicht mehr selbst zu wiederholen. aber eben – das finance ist stark reguliert und wird weiter reguliert und bekommt es mit sicherheitsaspekten zu tun. daten-dvds, file-lieferungen oder einfach adresslisten sind da nur ein paar beispiele.

dennoch. in einem medium hat die bank ja auch rasch reagiert: dem e-mail. hier wurden rasch entsprechende policies und vorschriften geschaffen, damit die nutzung, der verkehr und der austausch klar geregelt ist. sicherlich – das e-mail ist ein person-zu-person kanal, wobei social media eben per se ein personen-zu-personen-kanal ist bzw. initial oftmals ein personen-zu-person-kanal ist. hier gilt es dann entsprechend die regeln anzupassen. hintergrund der oftmals völlig von der realität losgelösten aktionitis des verbietens bei finance-betrieben ist wohl auch, dass social media nicht in das kommunikationskonzept der führenden passen. was ich vermeintlich nicht in bahnen lenken kann, verbiete ich erstmal. schlechte ausgangslage.

dabei wäre es so einfach:

  1. definition eines business case/einer aufgabe, in dem social media aktiv ge- und benutzt werden. dieser business-case bettet sich in das strategische (marketing)-gefüge des instituts ein und kann z.b. einfach mal das zuhören umfassen. erinnerung kurzformel: listen-learn-engage.
    allerdings sollte die ausarbeitung des business-case nicht gerade ein jahr in anspruch nehmen. vielmehr rasch und wenn möglich innert monatsfrist vorliegen. der case muss klein genug sein, um rasch implementiert werden zu können, aber gross genug, um daraus lehren zu ziehen. die social world entwickelt sich rasch… wenn heute twitter so modern war, kann es morgen google+ sein, dass noch mehr genutzt wird für die kommunikation untereinander. daher: be fast and find a case.
  2.  festlegen, wer welche verantwortung erhält bzw. in welcher verantwortung die ausarbeitung, der ‘betrieb’ und die messung sowie die weiteren schritte liegen. und wer der ‘finanzielle’ sponsor dafür ist. für alles am besten soweit oben wie möglich und nötig in der hierachie. vorraussetzung ist, dass schnell entscheide gefällt werden können.
    auch muss der verantwortende entsprechend dem case mit geld und ressourcen ausgestattet sein.
  3. kompetenzen festlegen – siehe oben: der für den case verantwortliche (die verantwortliche selbstverständlich auch) muss für die realisierung, betrieblichen aspekte und für die steuerung instrumente und entscheidungsfähigkeit erhalten. dies beinhaltet auch eine akzeptable aufteilung in einem team wenn nötig. task forces, wichtige und aktuell thematische fachabteilungen und unterstützende technische abteilungen bauen das angebot gemeinsam auf. sei es im marketing, sales oder auch eben thematisch wie im brand management.
  4. lerne mit social media umzugehen – “use the force” – aber bitte mit planung und klarer interner kommunikation über massnahmen, mittel und inhalte. noch bevor nachfolgend punkt 5 implementiert ist, sollte ein für alle zugänglicher pool von statements, messages und allgemeinen informationen aufgebaut werden, damit alle mitarbeitenden selbst auch entsprechend aktiv werden können. “have your content ready before you get started” ist wichtiger denn je.
  5. policies bzw. regeln für die mitarbeitenden im umgang mit social media werden breit gestreut und gelten auch im privaten umfeld bei geschäftsrelevanten themen. common sense ist bei regelungen wichtig, jedoch war und ist ja die diskussion der dienstleistungen und produkte des eigenen arbeitgebers schon immer gegenstand der stammtische gewesen, also sollte dies selbstverständlich sein. entsprechend müssen auch die compliance-regeln ausgebaut werden.
  6. messen und überwachen – das gilt es immer mit einem ziel und mit definierten kennzahlen ausgerüstet durchzuführen.
für die finance-industrie hat übrigens die finra bereits 2010 ein entsprechendes auf fragen-und-antworten basierendes communique herausgegeben:
http://www.finra.org/web/groups/industry/@ip/@reg/@notice/documents/notices/p120779.pdf
für facebook gibts ein eigenes regelwerk der finra:
sicherlich, die obige aufstellung der punkte ist nicht abschliessend. aber vielleicht gibt sie einen indiz auf eine mögliche strategiesierung des themas ‘social media’ im finance?
 

wenn in england darüber diskutiert wird, wegen der dort herrschenden organisation der chaoten und plünderer über social media, diese zu schliessen, ist die andere seite der medaille, die medien dafür zu nutzen, um über vorgänge, meinungen und auch auswirkungen sowie massnahmen zu kommunizieren. wer ein medium nur der einen seite überlässt, ist schon im rückschritt zur entwicklung. krisenkommunikation – das haben private firmen bereits teilweise gelernt – muss in krisenzeiten in den social media rasch, direkt, transparent und authentisch durchgeführt werden. die typischen showcases wie dell, nestle, eon etc. sind hier beweis genug. wer in dialog mit der gegenseite tritt, kann gewisse auswirkungen minimieren. Continue reading »

 

na, das ist ja was ganz neues. ein möbelhaus macht klar schiff für ein dreier-wochenende in zernez. ein name ist bereits ausgefüllt – der eigene – und die zwei anderen felder müssen noch befüllt werden. mit freundinnen-namen. cool. der gesamte werbetext und die bilder dazu – drei frauen. aber… ein kleines manko gibts. aber von anfang an.

da verschickt der möbel pfister seinen neuesten katalog mit einem wettbewerb, wo man für drei freundinnen ein weekend gewinnen kann. spannend und sehr angenehm für die gewinnerINNEN. nur – ich bin ein mann…

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immer wieder die frage, warum social media und warum einsteigen. naja, sicherlich gibt’s für gewisse unternehmen viele gründe, nicht in das social network einzusteigen. vielleicht, weil das geschäft per se im dunkeln bleiben soll oder die kunden nicht offen werden wollen oder eben keine probleme vorhanden sind in der kundenkommunikation. oder man meint es. oder dass das thema nicht dermassen gestaltet ist – finance ist wohl so ein Beispiel wo dieser gedanke immer wieder aufkommt. aber ist nicht gerade hier einer der aspekte von social media spannend: monitoring bzw. lernen über den kunden und über viele kanäle und medien mit ihm zu interagieren?

social media in 2 minutes – cooles video mit fetzigem sound. schon ein bisschen älter, aber ein paar gründe gibt’s:

 

mindestens in den usa scheint diese frage endlich mit ‘ja’ beantwortet werden zu können. schade eigentlich, dass es hier noch nicht so weit ist. unternehmen versuchen sich hier noch ungeplant und unterstützt (-sic-) durch kommunikations- und marketingagenturen in facebook, twitter, youtube und weiteren web2.0 kanälen. ungeplant. ungemessen. uninspiriert. untransparent und ohne bezug zur kommunikations- und vertriebsstrategie im allgemeinen. ebenso wie vor 15 jahren websites aus dem äther poppten, sind es heute die ‘neuen’ kanäle, die so viel versprechen und von denen so viel gesprochen wird.

unterstützt wird dieses vorgehen von ‘social media experten’, die wohl erfahrung im privaten umfeld haben, jedoch die bedürfnisse von unternehmen oft nicht kennen und kennenlernen wollen. dabei vergessen sie den ersten hauptsatz von social media: “first there’s listening. afterwards – there’s listening. and after you’ve understood what says who and to whom you may engage.” Continue reading »