die finance industrie – nicht nur in der schweiz unter ständiger beobachtung von vielen stakeholdern. justizien, die allerlei neue informationen verlangen, regelwerke, die (berechtigterweise) die geschäfte neu mit finanzierung hinterlegen lassen, marktmässige turbulenzen und da ist noch der bewohner, der sein geld bei irgendeiner der banken sicher hinterlegt meint und sich ob der turbulenzen über die nachhaltigkeit dieses geschäfts fragt, dennoch aber fast keine andere alternative hat. kurzum: regulatorien zwingen im finance zu klar definierter und geregelter kommunikation.

auf der anderen seite: der markt und die kunden, die sich über die dienstleistungen und produkte unterhalten. früher am stammtisch, heute im web, auch über social media. was da gesprochen wird – direkt oder indirekt, gegen- und miteinander aber auch manchmal nur generell über firmen und marken geht oftmals an den instituten vorbei – ob gewollt oder nicht. dabei ist jetzt die zeit, zu lernen und die fehler, die im retail- bzw. ‘produktions’-geschäft gemacht wurden, nicht mehr selbst zu wiederholen. aber eben – das finance ist stark reguliert und wird weiter reguliert und bekommt es mit sicherheitsaspekten zu tun. daten-dvds, file-lieferungen oder einfach adresslisten sind da nur ein paar beispiele.

dennoch. in einem medium hat die bank ja auch rasch reagiert: dem e-mail. hier wurden rasch entsprechende policies und vorschriften geschaffen, damit die nutzung, der verkehr und der austausch klar geregelt ist. sicherlich – das e-mail ist ein person-zu-person kanal, wobei social media eben per se ein personen-zu-personen-kanal ist bzw. initial oftmals ein personen-zu-person-kanal ist. hier gilt es dann entsprechend die regeln anzupassen. hintergrund der oftmals völlig von der realität losgelösten aktionitis des verbietens bei finance-betrieben ist wohl auch, dass social media nicht in das kommunikationskonzept der führenden passen. was ich vermeintlich nicht in bahnen lenken kann, verbiete ich erstmal. schlechte ausgangslage.

dabei wäre es so einfach:

  1. definition eines business case/einer aufgabe, in dem social media aktiv ge- und benutzt werden. dieser business-case bettet sich in das strategische (marketing)-gefüge des instituts ein und kann z.b. einfach mal das zuhören umfassen. erinnerung kurzformel: listen-learn-engage.
    allerdings sollte die ausarbeitung des business-case nicht gerade ein jahr in anspruch nehmen. vielmehr rasch und wenn möglich innert monatsfrist vorliegen. der case muss klein genug sein, um rasch implementiert werden zu können, aber gross genug, um daraus lehren zu ziehen. die social world entwickelt sich rasch… wenn heute twitter so modern war, kann es morgen google+ sein, dass noch mehr genutzt wird für die kommunikation untereinander. daher: be fast and find a case.
  2.  festlegen, wer welche verantwortung erhält bzw. in welcher verantwortung die ausarbeitung, der ‘betrieb’ und die messung sowie die weiteren schritte liegen. und wer der ‘finanzielle’ sponsor dafür ist. für alles am besten soweit oben wie möglich und nötig in der hierachie. vorraussetzung ist, dass schnell entscheide gefällt werden können.
    auch muss der verantwortende entsprechend dem case mit geld und ressourcen ausgestattet sein.
  3. kompetenzen festlegen – siehe oben: der für den case verantwortliche (die verantwortliche selbstverständlich auch) muss für die realisierung, betrieblichen aspekte und für die steuerung instrumente und entscheidungsfähigkeit erhalten. dies beinhaltet auch eine akzeptable aufteilung in einem team wenn nötig. task forces, wichtige und aktuell thematische fachabteilungen und unterstützende technische abteilungen bauen das angebot gemeinsam auf. sei es im marketing, sales oder auch eben thematisch wie im brand management.
  4. lerne mit social media umzugehen – “use the force” – aber bitte mit planung und klarer interner kommunikation über massnahmen, mittel und inhalte. noch bevor nachfolgend punkt 5 implementiert ist, sollte ein für alle zugänglicher pool von statements, messages und allgemeinen informationen aufgebaut werden, damit alle mitarbeitenden selbst auch entsprechend aktiv werden können. “have your content ready before you get started” ist wichtiger denn je.
  5. policies bzw. regeln für die mitarbeitenden im umgang mit social media werden breit gestreut und gelten auch im privaten umfeld bei geschäftsrelevanten themen. common sense ist bei regelungen wichtig, jedoch war und ist ja die diskussion der dienstleistungen und produkte des eigenen arbeitgebers schon immer gegenstand der stammtische gewesen, also sollte dies selbstverständlich sein. entsprechend müssen auch die compliance-regeln ausgebaut werden.
  6. messen und überwachen – das gilt es immer mit einem ziel und mit definierten kennzahlen ausgerüstet durchzuführen.
für die finance-industrie hat übrigens die finra bereits 2010 ein entsprechendes auf fragen-und-antworten basierendes communique herausgegeben:
http://www.finra.org/web/groups/industry/@ip/@reg/@notice/documents/notices/p120779.pdf
für facebook gibts ein eigenes regelwerk der finra:
sicherlich, die obige aufstellung der punkte ist nicht abschliessend. aber vielleicht gibt sie einen indiz auf eine mögliche strategiesierung des themas ‘social media’ im finance?
 

na, das ist ja was ganz neues. ein möbelhaus macht klar schiff für ein dreier-wochenende in zernez. ein name ist bereits ausgefüllt – der eigene – und die zwei anderen felder müssen noch befüllt werden. mit freundinnen-namen. cool. der gesamte werbetext und die bilder dazu – drei frauen. aber… ein kleines manko gibts. aber von anfang an.

da verschickt der möbel pfister seinen neuesten katalog mit einem wettbewerb, wo man für drei freundinnen ein weekend gewinnen kann. spannend und sehr angenehm für die gewinnerINNEN. nur – ich bin ein mann…

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mindestens in den usa scheint diese frage endlich mit ‘ja’ beantwortet werden zu können. schade eigentlich, dass es hier noch nicht so weit ist. unternehmen versuchen sich hier noch ungeplant und unterstützt (-sic-) durch kommunikations- und marketingagenturen in facebook, twitter, youtube und weiteren web2.0 kanälen. ungeplant. ungemessen. uninspiriert. untransparent und ohne bezug zur kommunikations- und vertriebsstrategie im allgemeinen. ebenso wie vor 15 jahren websites aus dem äther poppten, sind es heute die ‘neuen’ kanäle, die so viel versprechen und von denen so viel gesprochen wird.

unterstützt wird dieses vorgehen von ‘social media experten’, die wohl erfahrung im privaten umfeld haben, jedoch die bedürfnisse von unternehmen oft nicht kennen und kennenlernen wollen. dabei vergessen sie den ersten hauptsatz von social media: “first there’s listening. afterwards – there’s listening. and after you’ve understood what says who and to whom you may engage.” Continue reading »

 
kurz zusammengefasst die zahlen summarisch

5 mobile trends im commerce (zsf)

nachdem am swisscrcm-forum vom 23.6.2011 morgens im swisscom-breakfast referat über mobile apps und mobile commerce (etwas freier interpretiert) durch goldbachmedia‘s frank lang referiert wurde, fiel mir ein, dass es da noch eine untersuchung gab, welche die fünf trends im mobile commerce betrachtete.

grundsätzlich scheint es so zu sein, dass der umsatz im mobilen commerce enorm steigt. schön für die unternehmen, die bereit sind. schön auch für die telco’s. aber noch besser für die crm-verantwortlichen. denn mit den schönen apps können die usability-zahlen noch besser ausgewertet werden. inklusive möglichst den geolocation-daten. naja. blipparmachts ja auch schon vor.

es wurden also 801 personen in den usa im alter von 16-64 jahren befragt, die sich selbst bereits als ‘mobile shopper’ qualifizierten. hier sei mir einmal mehr die frage erlaubt, wieso untersuchungen zu neuen/kommenden/geplanten technologien schon immer so einen recht grossen bias in der grundgesamtheit aufweisen. sollte es nicht gerade hier so sein, dass die befragte menge ein gutes mixup der real existierenden nutzergruppe ist? so erhalte ich doch schonmal recht zugespitzte daten, die ich dann wieder abrunden muss. aber das nur am rande.

von den untersuchten personen waren 660 smartphone-benutzer (iphone, android, windowsmobile…). 141 nutzten erweiterte mobiles (nokia symbian, sony experia…). bei rund 230 teilnehmenden wurde festgestellt, dass auch ein tablet-pc vorhanden war, der genutzt wurde für die recht lose definition von mobile shopping: nutzer eines mobile phones, die mindestens mit hilfe von karten/navigation/gps zu einem kauferlebnis kamen. (-sic-)

die fünf wichtigsten erkenntnisse der studie hier zusammengefasst: Continue reading »

 

die applikation blippar ist zur zeit in aller munde, da sie potentiell die aktuell noch so gehypten qr-codes bereits schon wieder überflüssig machen könnte. anstatt kompliziert eine information in einen 2d-code zu verpacken, diesen dann in ein heft, eine zeitung oder auf eine werbung aufzudrucken und dann die rezipienten wiederum den code photographieren und dann in einem browser oder einer applikation informationen anzeigen zu lassen, geht blippar einen schritt weiter. ähnlich wie kooaba wird mit der applikation auf dem smartphone – geplant sind android und iphone-versionen – das werbebild bzw. die seite mit der kamera eingelesen und entsprechend über ‘modernste, innovative bilderkennung’ identifiziert und hinterlegte zusatzinformationen angezeigt. diese können dann z.b. Continue reading »