beispiel-lag von drei technologien

ESV vs public Technologien

bei der bedienung der verschiedenen applikationen im internet über den browser kamen mir heute ein paar gedanken zu usability, die sich auch auf die weitere verbreitung von social media bzw. social crm ableiten lassen können. dabei hat dieser artikel im zweiten teil eine nicht vorhersehbare wendung genommen, die mir erst nach dem durchlesen bewusst geworden ist, ich jedoch so stehen lassen möchte.

es geht primär darum, wie die firmen die aktuellen entwicklungen im web intern abbilden bzw. die standardproduktanbieter viel zu langsam auf die aktuellen usability-trends reagieren. und usability hat sehr viel damit zu tun, wie gerne oder eben ungerne die anwendungen von den mitarbeitern genutzt werden.

und diese nutzungshäufigkeit wiederum hat einen direkten einfluss auf das verhalten in den social crm | media anwendungen bzw. der ‘resp0nsivness’ der unternehmen auf die aktuellen trends. oder haben sie schon mal eine traditionell ausgerichtete unternehmung mit reiner host-server applikation in twitter gesehen? nun gut, das war jetzt plakativ…

andererseits, wenn ich daran denke, wie die crm-anwendungen der grossen hersteller aussehen und wie niedrig die usability ist. so muss z.b. bei einem bekannten crm-system mit erp-integration in der weboberfläche rund 5mal geklickt werden, bis ich alleine einen neuen termin erfassen kann. nicht genug damit, auch die personen, die ich hinzufügen will, muss entweder über deren ID direkt oder dann nochmals über ein suchfenster im popup eingegeben werden. alleine – diese eintragungen sind dann nicht gespeichert, bis ich den ganzen eintrag speichere, obwohl die teilnehmerliste in einem eigenen tabellenbereich angezeigt wird. verwirrend? finde ich auch.

viele produkte, die wir im täglichen arbeitsablauf – thank god in the browser already – nutzen, sind von den herstellern auf den internen kunden ausgerichtet worden, innerhalb der unternehmung. CRM, ERP, VRM, SRM, FI, CO… wie die applikationen und module und wie-auch-immer-die-teilapplikationen-heissen genannt werden. während wir im öffentlich-privaten webumfeld schon lange mit layern, ajax, direkt-interagierenden anwendungen und webapplikationen umgehen, müssen wir im geschäftsumfeld mit web1.0-usability kämpfen. während im öffentlichen umfeld disruptive innovationen fast wöchentlich initiiert werden, sind im unternehmerischen umfeld die enterprise-solutions-unternehmen im halbjährlichen zyklus mit ‘releases’ v.a. im backend beschäftigt und im front-end bzw. facing-solutions bereich kommen wir auf rund einen release pro jahr. na super!

immerhin glaube ich, dass die ESV (enterprise solutions vendors) jetzt endlich auf web2.0 einschwenken, weil sich neue, junge firmen auf den weg gemacht haben, ihre angestammten bereiche mit neuesten technologischen front- und back-ends abzugraben; die traditionellen der branche !müssen! nun reagieren. der von hutch carpenter <link> propagierte 2-jahres-verzögerung zwischen unternehmenssoftware und öffentlich-privater software wird wohl noch länger so stehen bleiben – die graphik am anfang des artikels spricht hierfür selbst. es geht darum, dass firmen wohl eher evolutiv vorgehen anstatt revolutionär – was ja auch per se gut ist, jedoch gerade im bezug auf die adaption und adoption von social media | crm sehr gefährlich sein kann. hier sind teilweise 3 monate wie eine ewigkeit und firmen wie dell haben nur dadurch rasch reagieren können, als dass die in der social media initiierten schlechten news so rasch im ‘traditionellen mediakanal’ aufgenommen und verbreitet wurden und dell darauf aufmerksam wurde und entsprechende gegenmassnahmen ergreifen konnte. jetzt steht dell gut da und hat auch bereits einige millionen im social media kanal umgesetzt und trackt wohl mit entsprechenden social crm – suiten den bereich ständig.

social crm ist web3.0

ein provokativer titel, den ich so abschwächen möchte: “natürlich nicht per se”. sondern genau dann, wenn akzeptiert wird, dass der firmen und der markt per se kundengetrieben funktionieren. klassischerweise wird im marketing mit marktuntersuchungen, -panels, -forschungen und -gesprächen gearbeitet. solange ich das ex-post verhalten sowie einen gewissen anteil von demonstrativ-konsumkommunikation einberechne und akzeptiere, kann nichts dagegen gesagt werden. nur sagt mir eine solche untersuchung nicht wirklich etwas über das echte aktuelle verhalten (!!) und das agieren (!!) der zielgruppe aus. sondern ist eben eine analyse des ist-zustandes. da helfen auch untersuchungen für noch nicht existierende produkte was. hier wird nämlich nur das intendierte verhalten der marktteilnehmer betrachtet. und inwieweit dieses mit dem aktuellen kaufverhalten dann übereinstimmt, hat coke cherry, new coke, gm nova/mondeo, apple newton… ja bewiesen. wer andere beispiele hat – nur zu (mailme)

was das zentrum von social crm sein wird ist auch das zentrale am web3.0: die sinnvolle, zusammenbringende und aktuelle analyse der verschiedenen datenelemente. oder wie es esteban kolsky in seinem blog beschrieben hat:

Analytics, analytics, and analytics. In case you ask me what  is going to be the hot topic for the next two-to-three years (lots of the presenters will agree with me here). <source>

dabei sind meines erachtens verschiedene datenelemente zusammenzubringen, damit ein ‘einzig bild’ des kunden entsteht:

  1. bestandesdaten: diese kommen besterweise aus den aktuell bereits existierenden systemen wie z.b. dem CRM oder dem ERP. besterweise bereits in einem bereinigten format, so dass die daten nicht nochmals aus den systemen zusammengetragen werden müssen.
  2. transaktionsdaten: zum beispiel aus den e-shops, aus anderen quellen oder z.b. auch von der website, auf der sich ein (identifizierter) benutzer entsprechend bewegt.
  3. ‘interaktions’daten: wenn sich marktteilnehmer identifiziert im social media bewegen und sich dort austauschen bzw. selbst ihre beweggründe, bewertungen, tweets etc. kundtun, ist es eine gute idee, diese ebenfalls in das kundenbild einfliessen zu lassen. hier geht’s also vorab um alle daten, die sich aus social media erhalten lassen können. diese informationen sind relativ unverfälscht und spiegeln das aktuelle verhältnis des kunden mit der unternehmung und deren dienstleistungen bzw. produkte wieder.

diese drei datenquellen gilt es entsprechend zusammenzuführen, zu analysieren und daraus verhaltens- bzw. reaktionsmuster für die eigene unternehmung abzuleiten. dass dabei umfangreiche datenmengen anfallen ist klar, diese können jedoch bereits heute über geeignete mittel kategorisiert, gefiltert, aufbereitet und mit vordefinierten reaktionsmustern hinterlegt werden. das kann alleine nicht mehr mit keyword-basierten algorithmen geschehen, sondern sollte über künstliche neuronale netzwerke entsprechend ‘natürlichsprachlich’ durchgeführt werden. kommt dazu, dass wir uns im dreieck der knappheiten bewegen: zeit-, ressourcen- und geldknappheit. und im social media | crm umfeld ist zeit der limitierenste faktor, da eine zu lange reaktionsdauer unvorhergesehene reaktionen hervorrufen kann.

was das mit den eingangs erwähnten unwägbarkeiten der anwendungen zu tun hat? nun – vorausgesetzt die mitarbeitenden erhalten ein solches tool und arbeiten damit, jedoch stimmt die usability nicht bzw. die ‘employer experience’ ist schlecht – wer will es dann übel nehmen, dass die ganze sache nach hinten losgeht. (ja, natürlich: 1. der/die cfo, 2. das höhere management und 3. …da war doch noch was… ach ja: der markt)

grundlage für die provokation “social crm ist web3.0″ ist dann aber, dass tools zur verfügung gestellt werden, welche die einfache interaktion und zusammenarbeit (collaboration) zwischen mitarbeitenden und kunden zulassen. und zwar einfach. und so, dass auf beiden seiten das erlebnis optimal ist und auch das ergebnis für alle beteiligten parteien mehr-wertig ist und für alle das optimum erreicht. sei es im kundenservice, in der twitter-beschwerde oder einfach bei einer reparaturstatus-anfrage im web. und übrigens: alle anderen geschäftswichtigen prozesse sind je nach branche auch noch spannend gemeinsam mit kunden zu führen – z.b. innovationen, produktverbesserungen etc.

das bedeutet aber dann auch, dass die unternehmung entsprechende informationen gegen aussen bzw. dem definierten marktkreis offenlegen sollte – im gegenzug jedoch auch wertvolle zusätzliche informationen erhalte. nur so lässt sich eine langanhaltande, beidseitig wirtschaftlich interessante beziehung auf- und ausbauen sowie halten.

es gibt sicherlich bereits ESV-tools die gewisse funktionalitäten abdecken – jedoch sind wir erst am anfang, was die möglichkeiten betrifft. bestandesdaten werden von den meisten firmen mehr oder weniger aktiv und erfolgreich analysiert. bei transaktionsdaten ist die welt dual und bei den ‘interaktions’daten steh’n wir am anfang.

oder sehe ich da etwas ganz falsch? gibt es schon solche plattformen im einsatz?

Jul 272010
 

neulich in nordengland ein wirklich schönes einkaufshaus – oder sogar eine kette davon – entdeckt. wie bereits geschrieben. ich fand das ganze gut und nett gemacht.

  • die einrichtung war frisch, modern und mit guter übersicht.
  • die esswaren sind nett angerichtet, frisch und mit einem hohen anteil von ‘organic food’ bzw. auch britischen erzeugnissen. (schottische erdbeeren waren eine wucht)
  • die auswahl ist sehr gut und die breite des angebots ebenso.
  • die preise sind noch immer moderat (für schweizer verhältnisse eh).
  • die mitarbeitenden waren freundlich.

das musste ich jetzt einfach auf der website unter den kontakten eine nachricht hinterlassen, wo ich das obige ein bisschen be- und geschrieben habe, ohne eine rückantwort zu erwarten.

was passierte? eine mail des ‘retail operations director’ erhalten, die wie folgt aussah:

ich finde das erstaunlich – im hinblick auf die kontakte, die ich oftmals schon bei schweizer unternehmen ausgefüllt hatte. folgendes ist für mich sehr gut:

  • es wird auf den brief eingegangen, den ich geschrieben hatte.
  • der stolz und die qualität ist offensichtlich – aber auch die orientierung am kunden, und das ziel, die produkte und dienste auf die kunden auszurichten.
  • die kundenwahrnehmung ist wichtig.
  • die nachricht wird weitergeleitet an den betreffenden geschäftszweig.
  • der wortlaut und die art der nachricht ist stimmig mit unserem erlebnis.
  • authentizität ist gross geschrieben – das merkt man eben auch an der antwort.
  • ein bisschen marketing-blablba schadet hier nichts – mehr noch: es ist – zusammen mit dem realen erlebnis im geschäft – sogar noch ein wenig plausibel.

gutes beispiel einer kunden- bzw. internet-kommunikation. ach, würden doch andere unternehmen ebenso reagieren…

 

in den siebziger und achtiger jahren war vielen von uns zu hause ein tag sehr wichtig. der tag, an dem das neue reader’s digest-heftchen zugeschickt wurde. die buchauszüge, geschichten, witze und manchmal sogar dokumentationen waren immer recht spannend. reisserisch und b-niveau, aber für mich immer erholung pur vom schulalltag.

leider macht reader’s digest in letzter zeit mehr mit spam und schlecht gemachten gewinnspielen auf sich aufmerksam, als mit wirklich guten aktionen. hier, hier, hier und hier als beispiele. und jetzt ich auch.

was also tun? eine briefmarke will ich nicht wirklich verschwenden und so versuch ich’s halt mal mit der e-mail-adresse, die auf der reader’s digest – kundendienst-seite angegeben wird, ohne wirklich eine antwort zu erwarten. hier mein – offen und ehrlich etwas genervtes – schreiben an die dortigen mitarbeitenden:

Betreff: gewinnpostblabla von r’d
sehr geehrte damen und/oder herren.

schon wieder ein solch lapidar-dümmlich-angestrengt-drückender-dummdreister gewinnbrief von readers digest im briefkasten!

ich möchte umgehend aus ihrer datenbank für irgendwelche aktionen im zusammenhang mit readers digest und deren angehängten firmen oder subunternehmen gelöscht werden. löschen sie meine adressdaten aus ihren systemen – sei es die postalische oder diese e-mail-adresse.

irgendeine nummer auf meinen sogenannten ‘gewinnbrief’ gefällig? x xxxxxxxx xxxxxx xxxx xxxx 02241 bzw. die adressinformation xxxxxstrasse 11 und der name xxxxx sollten reichen für eine löschung.

ich wünsche KEINE weitere informationen auf KEINERLEI kanälen (brief, mail, telefon…) mehr.

ich bitte sie, dies zu respektieren und mir KEINERLEI weitere informationen zuzusenden!

mit gruss

xxxxxxxxxx

danach dann die folgende automatische antwort mit dem entsprechenden newsletter-gewinn-opt-in-text am ende. NERV, das gehört nicht in den kundenservice-bereich oder in die antwort rein. wenn ich schon so schreibe, will ich sicher nichts mehr mit dem zeug zu tun haben. liebe reader’s digest – es gibt inzwischen tools – auch open source – die eine brute-force-analyse des textes und des sentiments machen können. das kostet nur wenig zeit und administrationsaufwand! aber so könntet ihr schonmal die guten und schlechten unterscheiden, gell! also hier die antwort:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit bestätigen wir den Eingang Ihrer E-Mail.

Wir werden Ihr Anliegen innerhalb der nächsten Tage bearbeiten.

Übrigens, Reader’s Digest bietet Ihnen einen unverbindlichen und kostenlosen E-Mail-Service. Damit Sie anderen immer einen Schritt voraus sind, informieren wir Sie über interessante Angebote, Schnäppchen und Gewinnspiele mit besonders attraktiven Preisen und geben Ihnen auch online Einblick in die aktuelle Gewinnerliste. Seien Sie dabei und melden Sie sich an unter www.readersdigest.de/newsletter sofern Sie noch nicht eingetragen sind.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Reader’s Digest Kundenservice

Anmerkung:
Dies ist eine automatisch generierte E-Mail. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Kundenservice unter der E-Mail-Adresse kundenkontakt@readersdigest.de

dann, knapp einen tag danach eine mehr oder weniger personalisiert-persönlich geschriebene nachricht vom ‘reader’s digest customer care center’-mitarbeitenden. die leichte ironie – ob beabsichtigt oder nicht – im ersten satz hat mir echt ein lächeln aufs gesicht gezaubert.

Sehr geehrter Herr Schmidt,

vielen Dank für Ihre wichtige Nachricht!

Sie erhielten eine Werbesendung von uns, denn wir schreiben hin und wieder mögliche neue Interessenten an, um diesen unsere Verlagsprodukte (und die Teilnahme an unserer Gratisverlosung) anzubieten.

Sollte Sie unser Angebot nicht interessieren, respektieren wir dies selbstverständlich. In diesem Fall brauchen Sie einfach nicht auf unsere Werbung zu reagieren. Wir werden Ihnen dann keine weiteren Sendungen mehr zustellen. Bitte beachten Sie jedoch: Den Versand von Werbepost, die sich bei uns bereits im Postvorlauf befindet, können wir nicht mehr stoppen. Danach erhalten Sie keine Werbung mehr von uns.

Reader`s Digest hält sich selbstverständlich an die gesetzlichen Bestimmungen. Wir nutzen die legalen Wege der schriftlichen Werbung und nutzen öffentlich zugängliche Adressen, bei denen uns kein Widerspruch vorliegt. Wir arbeiten nur mit Firmen zusammen, die dem DDV (Deutschem Direct Marketing Verband) angeschlossen sind und dem Bundesdatenschutzgesetz unterliegen.

Ihre Daten werden bei uns zur Bestellverarbeitung und Verlosungsteilnahme unter strikter Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet. Reader’s Digest beauftragt nur Partnerfirmen mit Service oder Produktionsaufgaben, die auf Basis des deutschen bzw. europäischen Datenschutzrechtes arbeiten. Alle Unternehmen, die mit Daten von uns in Kontakt kommen, werden regelmäßig geprüft.

Mit freundlichen Grüßen
Dietrich Beutner
___________________________________________
Reader’s Digest Customer Care Center
Web: http://www.readersdigest.de
Verlag Das Beste GmbH, AG Stuttgart HRB 1453
Geschäftsführer: Werner Neunzig
393630-4590139

ok – mal schau’n ob sich das ganze auf die gute art löst. ich hoffe es.

akzeptiert ist noch ein brief einen tag später, der im briefkasten war. wenn ich jetzt aber innerhalb der nächsten vier wochen noch mehr wie zwei briefe erhalte, schreibe ich wieder, und wieder, und wieder…

nebenbei bemerkt:

es ist nicht die feine art, auf der website für die e-mail eine .ch-domainendung anzugeben, obwohl die e-mail dann aber direkt nach deutschland mit einer .de-domain ausgelöst wird. seid doch so ehrlich und schreibt auch auf der website hin, was ihr dann im e-mail-programm anzeigt. das wäre nett. und übrigens: eine e-mail-weiterleitung über eine .ch-domain nach deutschland ist auch nicht teuer. sogar fast gratis…

also – hier weiter auf dem laufenden über die weiteren ereignisse.

und was sind eure erlebnisse mit dem reader’s digest gewinnspiel-scam?

 
wanderzeit ist einkaufszeit

wanderzeit ist einkaufszeit

jetzt, wo die sonne wieder mehr hervorkommt und die berge langsam vom schnee befreit sind, macht sich der mensch auf, um die natur wieder neu zu entdecken. wanderzeit ist angesagt. dafür benötigt man aber heutzutage ja spezielle kleidung – eine jeans, hohe schuhe und rote socken reichen ja nicht mehr. naja, ganz so schlimm ist’s nicht.

dennoch habe ich mich letzthin auf den weg gemacht ins nahe outdoorland (link) um ein paar neue sachen zu kaufen. der weg dorthin ist relativ gut beschildert und die parkplätze sind auch ok; genug und nicht zu viele. um es so zu sagen.

nach einigem rumlaufen im laden kam der besitzer selbst – herr rolf meyer – auf mich zu, um mich zu beraten. als erstes suchte ich eine hose. gut gefunden, gut beraten von ihm. danach noch laufschuhe – auch hier sehr gute beratung. das spezielle daran, als ich ins gespräch kam, war ein satz, den ich auch schon getwittert habe:

wir müssen keine schuhe verkaufen. wir dürfen schuhe verkaufen.

guter satz. wirklich. mir hat er eindruck gemacht. was daran speziell ist, hat sich auch in der beratung gezeigt.

  • mir wurde nichts aufgedrängt. kein versuch, teure schuhe zu verkaufen. viel mehr die ermahnung, nicht auf preis oder marke zu schauen, sondern auf passgenauigkeit. die socken wurden mir auch gegeben.
  • als ich etwas unschlüssig war, wurde mir geduldig fast der gesamte bestand von laufschuhen gezeigt. ohne murren. alleine immer wieder der hinweis, dass dieser sich besser für jenes eigne, diese marke – obwohl viel teurer als meine – nicht so gut geeignet wäre für mich, da der schuh zu schmal sei. gute beratung!
  • die begeisterung, wirklich den besten schuh zu verkaufen, wirklich die gute hose für den angegebenen zweck. authentitzität, professionalität, gelassenheit, kundenwünsche ernst nehmen, sich-selber-bleiben, offene kommunikation, stimmigkeit, kundenwunschorientiert, langfristige verhältnisse anstrebend – diese faktoren wurden alle gefunden.
  • viele kunden waren dem gefühl nach bereits x-mal in dem laden gewesen. man kannte sich, begrüsste sich freundlich, ein schwätzchen da und dort – aber dennoch so, dass ich mich eingebunden fühlte. anfangs ist es schwerer, in diesen art von läden beachtet zu werden ;-) aber wenn man dann in die temporäre runde aufgenommen wurde, geht’s gut.

hier stimmt wirklich vieles. alleine – die internet-kommunikation des anbieters ist etwas altbacken. dennoch auch diese authentisch und m.e. sehr persönlich. mir gefällt das, in der höchst web2.0-isierten zeit von heute. der charme des familiären.

ich glaube, dass das erlebnis des kaufes bei verschiedenen produktklassen essentiell ist für den erfolg. bei outdoor-kleidung zu 90%. das erlebnis des kaufens, die beratung, das persönliche, geschichten, ausprobieren, über simulierte wanderwegstrecken laufen und einfach der austausch – das ist es, was das kundenerlebnis ausmacht. hier fällt es vielen branchen einfach noch zu schwer und man konzentriert sich zu sehr auf repräsentation und eindruck-schinden. das ist nicht nötig. denn wir kunden möchten ja nicht erschlagen werden von marmor, glas und granit – wo wir uns direkt ja klar sind, dass wir jetzt ja wissen, wohin unser geld geht – sondern ein sauberes, modernes, sicheres, persönliches, authentisches auftreten. das ist key zum erfolg. dessen bin ich mir immer mehr sicher.

und was das mit social crm | media zu tun hat?

soziale medien und social crm muss persönlich sein. muss authentisch sein. muss meine person beachten und auf mich eingehen. muss mir wege bieten, in kommunikation zu treten. muss mich dann kontaktieren, wenn ich es wünsche. muss meine kommunikationsformen ernst nehmen. muss meine wünsche beachten. muss mich akzeptieren, wie ich bin. muss nicht verschwenderisch mit meinen der firma gegebenen ressourcen umgehen.

kurz – muss mich berühren!

 

ein slideshare von sabine dufaux (link) über die socialmedia-sphäre in der schweiz. interessante wachstums- und abnehmens-tendenzen. was ich vor allem spannend finde: noch immer ist facebook leader. wobei mir die sicht auf  aktivität und relevanz ein bisschen fehlt. aber das ist eine andere art von metrik. hier geht’s um die reinen bestandes- und veränderungszahlen.

vielen dank für die basis: