unglaublich. da gibt es directnet für internet-banking, wo das depot auch entsprechend verwaltbar ist. und wenn ich nun das depot saldieren möchte, um zu swissquote zu gehen, wird mir noch ein spesenbetrag von chf 100 belastet. nicht nur, dass ich das noch immer nicht im directnet machen kann, ich durfte (sic) ja noch einen brief schreiben. und weiterhin: ja klar, liebe credit-suisse; du musst ja soooo viel machen. etwa drei klicks mit der maus und fertig ist das ganze. da verstehe ich den betrag von chf 100 wirklich nicht.

ich verstehe immer noch nicht, wieso die banken damit loskommen, wieso es nicht einen aufschrei gibt. na klar, sie kann sich hinter irgendwelchen agb’s verstecken, wo sicherlich alles zu ihren gunsten ausgelegt ist. OBWOHL es doch heutzutage mit entsprechenden tools rasch und einfach geht. OBWOHL der kunde eigentlich alles selbst machen könnte – auch eine depot-auflösung. OBWOHL man alles klar beschrieben hat im brief trotzdem noch nachgefragt werden muss. OBWOHL die konkurrenz nicht schläft. und eben, dort werde ich jetzt meine aktien entsprechend halten. leider kein ‘full share of wallet’ für euch…

ach ja. natürlich gibts keinerlei kontaktinformation ausser einer ‘hotline’ auf dem pdf-buchungsdetail-sheet. (ich hätte jetzt fast ein anderes, quasi äquidistantes wort geschrieben)

nunja. morgen werde ich es halt mal direkt versuchen. ob wieder ein neues ‘kundenerlebnis’ daraus wird?

 

mal ein bisschen was anderes:

wie kann man werbung machen für seminare für social media? die brasilianische agentur moma <link> hat sich dazu gedanken gemacht und entsprechende werbemittel gestaltet. interessant finde ich, dass – gerade wird das ja auch diskutiert im netz – damit die älteren personen mit bekannten szenarien und tonalitäten angesprochen werden. kannten wir diese werbungen nicht aus den 50ern (mit ‘wir’ meine ich die menschheit und nicht mich selbst)?

youtube z.b.:

…the most charming and magnificient way to entertain the whole family.

das ist doch mal eine ansage und definition.

und das gadget bei twitter ist einfach der hammer. iphone gone 50ies! einfach nur genial.

Jul 272010
 

neulich in nordengland ein wirklich schönes einkaufshaus – oder sogar eine kette davon – entdeckt. wie bereits geschrieben. ich fand das ganze gut und nett gemacht.

  • die einrichtung war frisch, modern und mit guter übersicht.
  • die esswaren sind nett angerichtet, frisch und mit einem hohen anteil von ‘organic food’ bzw. auch britischen erzeugnissen. (schottische erdbeeren waren eine wucht)
  • die auswahl ist sehr gut und die breite des angebots ebenso.
  • die preise sind noch immer moderat (für schweizer verhältnisse eh).
  • die mitarbeitenden waren freundlich.

das musste ich jetzt einfach auf der website unter den kontakten eine nachricht hinterlassen, wo ich das obige ein bisschen be- und geschrieben habe, ohne eine rückantwort zu erwarten.

was passierte? eine mail des ‘retail operations director’ erhalten, die wie folgt aussah:

ich finde das erstaunlich – im hinblick auf die kontakte, die ich oftmals schon bei schweizer unternehmen ausgefüllt hatte. folgendes ist für mich sehr gut:

  • es wird auf den brief eingegangen, den ich geschrieben hatte.
  • der stolz und die qualität ist offensichtlich – aber auch die orientierung am kunden, und das ziel, die produkte und dienste auf die kunden auszurichten.
  • die kundenwahrnehmung ist wichtig.
  • die nachricht wird weitergeleitet an den betreffenden geschäftszweig.
  • der wortlaut und die art der nachricht ist stimmig mit unserem erlebnis.
  • authentizität ist gross geschrieben – das merkt man eben auch an der antwort.
  • ein bisschen marketing-blablba schadet hier nichts – mehr noch: es ist – zusammen mit dem realen erlebnis im geschäft – sogar noch ein wenig plausibel.

gutes beispiel einer kunden- bzw. internet-kommunikation. ach, würden doch andere unternehmen ebenso reagieren…

 

obwohl social media in aller munde ist und alle firmen davon nicht genug bekommen können oder noch daran sind, alle kanäle aufzubauen, gibt es eine interessante liste von firmen, die trotz hoher marketing-budgets und grosser anstrengungen den grundsatz noch immer nicht begriffen haben:

höre auf deine kunden und nimm die durch sie angefangene kommunikation über dich als firma mit deinen produkten und dienstleistungen ernst! reagiere zeitgerecht darauf und sei ehrlich und transparent.

sicher, der satz ist plakativ. aber es ist nun mal so, dass die wahrnehmung des marktes durch die medien geprägt wird und dass das wachstum der social media sehr hoch ist. abwiegeln, gegensteuern, abstellen, ausmachen, juristerei und anderes hilft da nicht mehr. es geht um werte, liebe firmen; um kultur. und letztlich um euren gewinn.

aber die chronologische liste von Jeremiah Owyang <link> füllt sich immer mehr. er hat sie “A Chronology of Brands that Got Punk’d by Social Media” genannt <link>. das sagt alles. die liste ist v.a. auf usa bezogen.

gibt’s irgendwo noch eine europäische liste? das wäre doch auch noch spannend.
kommentar oder mail an me[at]dpschmidt genügt.

 

mit social media oder social crm wird ja noch immer zu oft verstanden, dass man alles für lau erhält und daher auch nichts dafür bei der implementierung zahlen muss oder die ausgaben gering sind. dennoch ist es wichtig, den mehrwert der social crm | media strategie im auge zu behalten und auch dort auf einnahmen und ausgaben zu achten. die nachfolgende prezi-präsentation ist im frühen beta-stadium zu sehen und es ist noch vieles im aufbau, dennoch hier mal ein erster wurf. der nächste folgt nach.

m.e. eines der grösseren problem bei social crm ist, dass die einnahmen oftmals nicht direkt erkenn- und bewertbar sind. hier werde ich noch nachliefern, da in der unten angehängten prezi-präsentation einmal der erste teil – konzepte und generische inhalte – aufgezeichnet werden sollen.

mit bitte um zahlreiches feedback im kommentar oder unter e-mail-adresse me[at]dpschmidt.ch.

besten dank.