na, das ist ja was ganz neues. ein möbelhaus macht klar schiff für ein dreier-wochenende in zernez. ein name ist bereits ausgefüllt – der eigene – und die zwei anderen felder müssen noch befüllt werden. mit freundinnen-namen. cool. der gesamte werbetext und die bilder dazu – drei frauen. aber… ein kleines manko gibts. aber von anfang an.

da verschickt der möbel pfister seinen neuesten katalog mit einem wettbewerb, wo man für drei freundinnen ein weekend gewinnen kann. spannend und sehr angenehm für die gewinnerINNEN. nur – ich bin ein mann…

Continue reading »

Mai 012011
 

nicht mehr ganz taufrisch, aber dennoch absolut genial. die vision von corning glass, wie ein tag in der zukunft aussehen könnte. alles aus glas und dazu dann noch interaktive applikationen direkt über die oberfläche. wobei ich mich schon frage, ob die glasobjekte wirklich alle so praktikabel sind. daneben gibts ja noch die idee von flexiblen monitoren. ich denke es wird eine kombination der forschungsergebnisse sein. zu hause wohl die fixen oberflächen mit flexiblen angepassten anwendungen, die ich dann auf flexible, portable grössen mit polymerbasierten papierartige geräte übertragen kann. wireless.

aber immerhin. mir gefällt die idee des glases zu hause schon noch. obwohl – was passiert wenn der strom ausfällt. wird dann alles glas wieder transparent ;-)

was man da als customer experience erleben kann ist spannend und auch der bezug bzw. die verbindung zu seinen eigenen daten ist überraschend gut gelöst. alleine die bushaltestelle. hmmmm…
personalisierte avatare, sprache wird erkannt, locationsunabhängige kameras etc. spannend.
andererseits – möchte ich wirklich im grossformat auf glasfassaden angesprochen werden?

Continue reading »

 

vor rund einem halben jahr habe ich mein konto bei einer bekannten schweizer grossbank geschlossen. alle meine karten habe ich entsprechend hinterlegt bzw. vernichtet und damit auch die visa-kreditkarte, die zu diesem konto lief. heute 2.4. erhielt ich einen brief von der swisscard aecs ag per dato 1.4. (april, april), der mir mitteilt, dass ein lastschriftverfahren nicht mehr funktioniert hat und die ‘letzte monatsrechnung nicht bezahlt wurde’.

liebe aecs, liebe credit suisse: wie kann eine kreditkarte belastet werden, wenn diese per se nicht mehr aktiv ist und zurückgesandt wurde bzw. vernichtet worden ist? ich habe das konto gekündigt und damit meine geschäftsbeziehung zur bank beendet. ich erwarte von einer bank, dass dann alle bestehenden verbindungen egal welcher art direkt sistiert werden und keine belastungen mehr auf eine kreditkarte gemacht werden können, die offensichtlich seit oktober 2010 nicht mehr aktiv ist. ich finde es bedenklich, dass der datenaustausch nicht funktioniert. oder sind die belastungen noch vor der kündigung? wie finde ich das raus? kann mir da jemand helfen?

und übrigens: meinen neuen wohnort hatte ich auch mitgeteilt. zentral bei cs. und ich glaubte bisher, dass cs und aecs daten austauschen. ist dem nicht so? dann kann euch vielleicht dieser service weiterhelfen.

einmal mehr ein schlechtes kundenerlebnis im finance-umfeld. wieso klappt es bei allen consumer-firmen inzwischen so gut, nur im banking und insurance nicht? nunja, vielleicht kann euch ja diese firma hier weiterhelfen.

so. jetzt werde ich halt versuchen, ob ich noch ins directnet komme von damals und schauen, ob ich dort irgendwas finde. wäre nicht erstaunt, wenn das auch noch immer aktiviert ist.

 

in einem bemerkenswerten artikel hat brett king einen ‘weckruf für bankvorstände’ geschrieben, der vollkommen meinen an- und einsichten sowie auch dem entspricht, was sich in gesprächen mit bankern abgezeichnet hat: social media wird irgendwie von der finance-welt vollständig vernachlässigt und es werden zwar die korrekten zielgruppen definiert, aber medial und kommunikationskanal-bezogen falsch angegangen.

social media hat eben auch damit zu tun, wie ich die bank erlebe in der ständigen interaktion – also wie meine customer experience mit der bank aussieht, mit dem ‘institut meines vertrauens’. und customer experience (cex) hat eben auch damit zu tun, wie ich die bank kontaktieren, angehen und befragen kann und wie sie auf diese kontaktaufnahmen reagiert bzw. diese sogar forciert. wenn wir social media | crm wahrnehmen wollen als

die möglichkeit der unternehmen, auf diedurch die kunden initiierte kommunikation zu reagieren und gemeinsam in einem konstruktiven dialog zu einer für beide parteien besten lösung bei problemen bzw. anfragen zu kommen und beide parteien sich als gleichwertig akzeptieren und damit auch die wirtschaftliche komponente einer beziehung als gegeben ansehen und beide langfristige beziehungsverbesserung (freier erkenntnisgewinn) anstreben

dann ist es gerade für banken sehr wichtig, diese kommunikation jetzt zu beginnen und zu pflegen. denn gerade nach/während einer krise und einer reputationsproblematik im finance ist die offene kommunikation und echter austausch für die unternehmenserfolge sehr wichtig.

brett belegt u.a. eine meiner argumentation in gesprächen mit fakten:

So könnte man annehmen, es sei ein Medium, das vor allem von der „Generation Y“ (diejenigen, die Mitte der 70er bis hinein in die 90er Jahre geboren sind) hauptsächlich dazu verwendet wird, um Fotos, Videos und witzige Anekdoten über das tägliche Leben auszutauschen.

Es mag überraschen, dass die Baby-Boomer (1950er und 1960er Geburtsjahrgänge) und die “Generation X” (1960er und 1970er) weit mehr in Sozialen Medien vertreten sind als die Generation Y. Mag sein, dass letztere die aktuelle Phase sozialer Medien sogar „überspringt“ und sich auf eine Art „mobile soziale Medien“ fokussiert, aber das ist eine andere Geschichte. (link)

will heissen: die zielgruppe, die definiert wurde, wächst und assimiliert sich die neuen technologien, ja sind sogar damit aufgewachsen. hauptzielgruppe sind sie 30-45 jährigen, die den grössten vermögens- und einkommenszuwachs ausweisen. aber genau diese generation ist jene, die hohen anteil an social media bereits aufweist und die vorhergehenden generationen zur zeit sprunghaft ansteigen. was das bedeutet?

die junge generation lernt ihre neue stimme kennen und nutzt medien, um sich (inter-)national auszutauschen, wissen zu generieren und gegenseitig produkte, services und allgemein firmen zu bewerten. die ältere generation nutzt die neue technologische beweglichkeit, um mit alten bekannten auszutauschen und einen digitalen stammtisch zu schaffen, wo genau darüber geredet wird, wonach es tönt – über erlebnisse aus der täglichen dienstleistungswüste :-) das war schon immer so… mit einer grossen unterscheidbarkeit: erstmals ist das potential, dass das kommunizierte von vielen wahrgenommen werden kann enorm. multiplikator- und netzwerkeffekte geben sich da die hand und bereiten banken in den kommenden jahren zunehmend pein.

was ist zu tun?

  • wie affin ist meine zielgruppe gegenüber den social media und welche kanäle werden in den nächsten jahren durch diese genutzt. die neu gestellte frage nach der zielgruppe ist elementar. social media wird ein wichtiger kanal werden – egal welcher zielgruppe ich mich verschrieben habe. ob direkt durch die kunden oder andere marktteilnehmer – es wird über eine unternehmung gesprochen werden.
  • ein CSMO (chief social media officer) sollte ernannt werden in einer bank, der hohe befugnisse hat in der kommunikation und entsprechend einwirken kann und muss. er sollte die neuen medien kennen und die dort geltenden gepflogenheiten beherzigen: offenheit, authentizität, schnelligkeit, lernberiegigkeit und kommunikationsbereitschaft
  • zuhören, was jetzt schon gesagt wird, muss etabliert werden.
  • zuhören
  • zuhören
  • plattformen und kanäle bereitstellen, auf denen die kunden frei kommunizieren können. twitter-accounts für service, bankings, produktanfragen; facebook-seiten für brand und produkte; foren und blogs, in denen auf die wünsche der kunden eingegangen wird.
  • zuhören
  • lernen – was hat die gemeinschaft wann über was wie über die unternehmung gesagt und welche antworten lösten welche reaktionen aus.
  • lernen – vielleicht kommen sie gemeinsam mit kunden sogar zu neuen ein- und aussichten?

ist es arroganz im finance, sich dem social media zu verschliessen? oder einfach ignoranz? ich glaube eher, dass es die angst ist, dem kunden eine macht in die hand zu geben, die er bereits hat, aber von der ich nichts weiss. die angst davor, etwas über sich zu erfahren, was nicht in die denkwelt passt.

und übrigens: bitte hängt euren social media officer organisatorisch nicht in der marketing-abteilung auf. das führt zum gau…

 

neulich in der schweiz: am dienstag buchung eines flugs frühmorgens von zürich nach münchen und zurück abends über das geschäftsinterne buchungssystem. die preise sind auch ok – obwohl ich mit swiss für chf 200 teurer geflogen wäre als mit lufthansa. nunja, buchen wir lufthansa. gut so. das e-ticket kommt auch gut in die mailbox. perfetto. gerüstet für den nächsten tag geht’s in den schlafmodus.

morgens aufgewacht – 2mm schnee. naja, checken wir kurz den status des flugs und das desaster nimmt seinen lauf.  der flug wurde gecancelt. toll. ohne mich zu informieren? die haben doch meine sms. und meine e-mail. da hätte ich schon mal mehr erwartet. immerhin. auf der flughafen-seite von zürich findet man die kontaktadressen der lufthansa und auch die callcenter-nummer. mir wird schon leicht mulmig.

ich rufe um 06:15 erstmals dort an. “für rückbestätigung ihrer flüge wählen sie bitte die 1, für allgemeine reservierungsanfragen wählen sie bitte die 2″. das ganze in einer schnelligkeit, die ich frühmorgens ohne kaffee nicht verkraften kann. was nun? 1 oder 2 – du musst dich entscheiden, 2 wahlen sind frei… ich wähle die 2. erstmal gedudel, dann die üblichen nachrichten zu ‘leitungen besetzt’, ‘alle mitarbeitenden sind beschäftigt’ etc. – wie man’s halt kennt. ok. dann gedudel und der erste hammer: WERBUNG für flüge in die usa!!!

liebe lufthansa, wenn ich werbung aufnehmen möchte, gehe ich entweder auf eine website, ins bordmagazin, kaufe mir ein reiseheft oder muss irgendeine plakatwerbung anschauen. aber bitte, bitte KEINE werbung, wenn ich in der call-center-schlaufe bin!

no-go’s

das war das erste no-go. doch das zweite folgt sogleich.

nach vielen wiederholungen und einer dudel-musik, die ewig wiederholt und das erst noch schlecht geloopt, fliege ich nach 15min aus der leitung.

liebe lufthansa. wenn ihr mir schon schlechte musik, werbung und wartezeiten aufbrummt, dann werft mich nicht einfach raus! das ist unverantwortlich und könnte aufgefangen werden. wieso macht ihr bei überlastung nicht eine ansage wie lange es noch geht? warum nicht offen kommunizieren, welche anderen kanäle noch bestehen für kommunikation? alles möglich heutzutage…

und dass ich einfach rausfliege ist eine gelinde gesagt sehr grosse unmöglichkeit und zeugt von schlechter serviceleistung.

und das dritte no-go folgt danach.

als folgsamer und servicegläubiger mensch, der ans gute glaubt, habe ich es erneut versucht. weitere 15min später war ich erneut aus der leitung geflogen. NO-GO! nochmals: überlastung von call-center-linien kann vorkommen. das ist aber zu kommunizieren. meiner ansicht nach. und übrigens – das kann auch dynamisch gesteuert werden! ausser vielleicht in kapstadt?

dann war schon etwas die luft raus und ich versuchte einen neuen anlauf über die zentrale flughafen-nummer. dort wurde mir auskunft gegeben, dass der flug gecancelt wurde. (danke). und dass sie leider nichts machen könnten, da sie nur swiss-flüge umbuchen oder stornieren könnten. bei mir erstmal ein grosses fragezeichen. lufthansa hat sich swiss vereinnahmt. und eine swiss-mitarbeiterin kann nichts machen, auch wenn die flüge im code-sharing sind? für mich unverständlich.

liebe lufthansa. wie wäre es, wenn ihr gerade in situationen, wo ihr genau wisst, dass in kapstadt viel los ist, ihr eben diese mitarbeitenden, die z.b. bei swiss sind, auch berechtigt. das ist doch möglich, oder? schade.

das war das vierte no-go.

mit dem fünften wird’s nun ganz bunt. und nein, ich möchte hier nicht die weiteren versuche aufzählen, wo ich erfolglos versucht habe die service-nummer der lufthansa anzurufen. insgesamt hat mich das rund 45minuten gekostet. hier einfach ein angebot, liebe lufthansa: wenn ihr hilfe braucht, um euer service-center (call-center) einmal kritisch zu durchleuchten, ich bin gerne dazu bereit, da wir das in unserem täglichen geschäftsleben öfters machen. eine e-mail genügt.

wenn man schon auf direktsprachlichen weg (telefon) keinen erfolg hat, dann also über die website-kontaktstelle. unter dem menüpunkt ‘Hilfe&Kontakt’ wird ein popup (IGITT) geöffnet, das mich erstmal mit einer menge von optionen überfällt:website-usability gone wrong, möchte ich hier nur sagen. wenn ich kontakt und hilfe als menüpunkt habe, dann einfacher. z.b. die tabs auch so benennen: hilfe anstatt suchen etc… die stringenz fehlt hier wohl. daneben habe ich dann irgendeins der formulare ausgefüllt mit einem text, wo ich mich über die schlechte erreichbarkeit beschwert habe. aber so ein formular zu finden ist eine kunst für sich: lob&kritik? und dann kann ich dort noch irgendwelche kategorien auswählen.

liebe lufthansa. wozu gibt es erms-systeme? erms steht für electronic oder e-mail response management systeme und ermöglicht es mir, dass mir auch ein unstrukturierter text zu einer designierten stelle im service und support gerouted wird. und die erkennung der relevanten fälle sollte im besten fall nicht stichwortbasiert oder katalogbasiert sein, sondern intelligent und verknüpft. gerne helfe ich da weiter…

der clou nach dem versand war eine nichtssagende standardantwort – sechstes nogo:

liebe lufthansa:

  1. habe ich meine anrede im formular eingegeben. wieso gibt’s dann diesen wert in der antwortmail nicht zurück? als kunde beschleicht mich das gefühl, dass meine e-mail gar nicht verschickt wurde? meine nachricht gar nicht ankam?
  2. wo kann ich auf diesen fall antworten? mit der case-nummer im subject? oder was? keine ahnung. hier gehört ganz klar eine rückantwortmöglichkeit dazu – gerade per mail. sonst muss ich ja irgendwie wieder auf die website… etc… soviel zu integrierter kommunikation im service. kann ich ihnen da helfen, lieber serviceverantwortlicher der lufthansa?

einige zeit später dann die folgende mail:

siebtes nogo:

  1. nichtssagende standard-emails ohne rückantwortmöglichkeit. was soll ich damit? bin ich zufriedengestellt? NEIN!
  2. was passiert jetzt? irgendwelche reaktionen, zukünftige oder folgende informationen? wie nimmt lufthansa mit mir kontakt auf?

dazu habe ich dann noch verschiedentlich auf twitter meine empfindungen gepostet. die reaktion? nil, nada, rien…

was ich mir als kunde wünsche

information: aktive benachrichtigung über verspätungen, ausfälle und sonstige probleme. der kanäle gibt’s heute genügend. proaktiv, ehrlich, authentisch und offen. über den twitter-kanal, web, sms – whatever. und dynamische nachrichten auf den call-center-servern ist auch möglich!

reaktion: egal wo, egal wie – reaktionen, die mich in meiner situation berücksichtigen. ja, ich bin selten-kunde der lufthansa. dennoch wäre es ein schönes zeichen, wenn das service-center befähigt wird, auch spitzen auszugleichen mit temporären mitarbeitenden oder durch andere interne stellen. und die modernen kanäle wirklich aktiv genutzt werden

integration: wenn ich in einem webformular etwas eingebe möchte ich zumindest in der antwortmail meine eingaben nochmals erhalten und auch in der bestätigungsmail eine möglichkeit erhalten, direkt aus der mail heraus zu antworten. es geht doch so einfach!

liebe lufthansa, es geht nicht darum, dass verspätungen auftreten können. sondern wie man mit der information darüber umgeht und wie man die kunden informiert. selbst-aktivität, offenheit, transparenz und echte werte. ich hatte über werte etc auch schon geschrieben: hier, hier und hier. es geht darum, dass ich als unternehmung für die kunden – egal welcher art – erreichbar bleibe.

und dass dies nicht ein einzelfall ist und ich nicht der einzige bin, der damit zu kämpfen hat – hier eine einfache suche nach lufthansa_de (twitteraccount von lufthansa) und ein ausschnitt aus dem ergebnis. liebe lufthansa; tu etwas! gerne helfe ich euch dabei!