na, das ist ja was ganz neues. ein möbelhaus macht klar schiff für ein dreier-wochenende in zernez. ein name ist bereits ausgefüllt – der eigene – und die zwei anderen felder müssen noch befüllt werden. mit freundinnen-namen. cool. der gesamte werbetext und die bilder dazu – drei frauen. aber… ein kleines manko gibts. aber von anfang an.

da verschickt der möbel pfister seinen neuesten katalog mit einem wettbewerb, wo man für drei freundinnen ein weekend gewinnen kann. spannend und sehr angenehm für die gewinnerINNEN. nur – ich bin ein mann…

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die applikation blippar ist zur zeit in aller munde, da sie potentiell die aktuell noch so gehypten qr-codes bereits schon wieder überflüssig machen könnte. anstatt kompliziert eine information in einen 2d-code zu verpacken, diesen dann in ein heft, eine zeitung oder auf eine werbung aufzudrucken und dann die rezipienten wiederum den code photographieren und dann in einem browser oder einer applikation informationen anzeigen zu lassen, geht blippar einen schritt weiter. ähnlich wie kooaba wird mit der applikation auf dem smartphone – geplant sind android und iphone-versionen – das werbebild bzw. die seite mit der kamera eingelesen und entsprechend über ‘modernste, innovative bilderkennung’ identifiziert und hinterlegte zusatzinformationen angezeigt. diese können dann z.b. Continue reading »

 

das nashorn benötigt kein word-of-mouth

in einem spanndenden artikel hat sich mckinsey einige überlegungen zu einem ‘neuen weg der messung von wom-marketing‘ gemacht (ganzer englischer artikel nach freier registration einsehbar oder als pdf downloadbar). die definition von wom-marketing selbst ist auch spannend:

The term word of mouth, as used in this article, means consumer-to-consumer communication with no economic incentives. The sender may, however, reap social gratification or rewards.

also so ungefähr frei übersetzt in deutsch:

‘word-of-mouth meint in diesem zusammehang eine kundenbasiere kommunikation mit primär keinem verkäuferischen bzw. ökonomischem ziel. trotzdem kann es sein, dass die person, welche mit einem wom beginnt auf eine soziale wertschätzung, feedbacks oder auf irgendwelch gestaltete belohnung aus ist.

die messbare wom-onlinewelt?

mit den digitalen medien haben wir alle ein instrument erhalten, das uns erlaubt, unseren kaufprozess vollständig neu zu gestalten: wir informieren uns auf den herstellerwebseiten, in review-foren und -blogs, bewertungsseiten und analysieren ebenso probleme, die mit dem produkt auftraten. sind diese faktoren mit meiner person, meiner nutzung vereinbar? werden probleme rasch und direkt behoben? gerade bei teureren oder ein-/erstmalig gekauften produkten (auto, photoapparat, ferien, versicherungen und bankbeziehungen…) verlassen wir uns immer mehr auf die erfahrungen anderer. diese erfahrungen sind ja genau der kern des word-of-mouth. früher wurden wom als vor allem zwei-zu-zwei-kommunikations- und beeinflussungsfaktoren gesehen. heute mit den bekannten plattformen ist es eine n:n-beziehung enstanden: blogs, websites, foren, bewertungs- und ratingwebsiten, facebook pro/contra/love/hate, twittermeldungen etc. sind alles formen von wom.

somit ist auch eine verschiebung der macht aufgetreten: die erstellung von solchen socialen medien ist einfach, rasch, günstig geworden. die lawinenartige ausbreitung von nachrichten überrascht viele firmen. wie reagieren? wie messen?

genau hierauf gibt der artikel eine antwort.

markttypen

primär wird unterschieden zwischen zwei märkten:

  1. mature market: erfahrungs- und wissensgetrieben, bekannte, einfache güter, alltagsgüter, günstige produkte/dienstleistungen. brand is the friend.
  2. developing market: neue produkte, informationsgetrieben, unbekanntheit, komplexe, teure güter. usage is the fuel.

jeder dieser märkt hat für wom unterschiedliche ausprägungen. generell ist der developing market ‘besser’ für word-of-mouth. das problem dabei ist, dass die messbarkeit der

  • initialisierung
  • ausweitung
  • schnelligkeit
  • richtung
  • einflussgrösse

in einem wom-netzwerk auch online noch immer schwer gegeben ist:

In the mobile-phone market, for example, we have observed that the pass-on rates for key positive and negative messages can increase a company’s market share by as much as 10 percent or reduce it by 20 percent over a two-year period, all other things being equal.

mckinsey’s drei arten von word-of-mouth

die drei arten können unterschieden werden – wie beschrieben – nach dem markt, aber auch nach der art und weise bzw. der richtung.

  1. erfahrungsgetrieben: ca. 50-80%. grundsätzlich die beschreibung der ‘customer experience’
  2. marketinggetrieben: nutzer, kunden, werbeempfänger fungieren als verstärker der firmennachrichten. (funktioniert wohl nur bei bereits positiv gestimmten brand/product/marketing-personen)
  3. testimonialbasiert: mit bekannten persönlichkeiten zum beispiel bei produkt-launches etc. (kann auch wieder schief gehen, wenn diese bekannten personen aus der bahn geraten)

auch hier die frage und wichtigkeit nach kennzahlen und der messbarkeit.

dazu mehr im zweiten teil – bald auf dieser plattform…

[wer das pdf auf englisch laden möchte: <mckinsey_wom_measuring>]

 
fortune100 and social media leveraging

aktivität ist das was erfolg macht. oder so

nicht nur, dass die nutzung bei den grossunternehmen steigt, auch die darstellung von graphiken wird immer bunter und spannender. nicht unbedingt aussagekräftiger, aber immerhin macht es spass, in den graphiken zu suchen und neue ideen zu erhalten.

flowtown hat basierend auf burson-marsteller-informationen eine interessante graphik für die fortune100 unternehmen und deren nutzung der social-media-kanäle erstellt. betrachtet wurden blogs, twitter, youtube und rss-feeds. und die entsprechenden interaktionen zwischen diesen kanälen und medien.

eine kurze betrachtung hat für mich folgende punkte ergeben, die ich kurz darlegen möchte. sicherlich gibts noch weitere aussagen, die getroffen werden könnten. generell glaube ich aber, dass das bild in einem jahr wesentlich verändert sein wird.

spannend finde ich:

  • während nur rund 33% blogs nutzen, wird angegeben, dass die fortune100 66% twitter-account(s) haben. was sagt uns das? ist information doch nicht einer der kerne von social media | crm?
  • europa schlägt alle; mit rund 88% nutzen wir mindestens einen der betrachteten kanäle. dicht gefolgt von usa (86%). spannend wäre hier zu erfahren, welche kanäle von welchen ‘wirtschaftsregionen’ mehr genutzt werden.
  • weit abgeschlagen liegt europa bei der mehrfachnutzng der kanäle. nur gerade 15% der fortune100 unternehmen nutzen mehrere kanäle. das tut weh. irgendwie ist das integrierte vertriebs- und multikanalmarketing-management noch nicht angekommen. schade.
  • daneben frage ich mich, ob 2/3 der corporate-blogs tote blogs sind. auch sehr schade. aber das ist wohl ausdruck der fehlenden strategie für die web2.0 oder social media-aktivitäten bei diesen unternehmen. warum nicht ‘schreiben lassen im namen der unternehmung’? naja.

viel spass beim selber-essenzen-rausziehen aus dem bild. und gebt einfach kommentare wenn ihr wollt. ach ja; hier noch das bild GANZ GROSS.

http://www.dpschmidt.ch/wp-content/uploads/2010/03/flow_fortune_big.png
 
grünes licht für social media

grünes licht für social media marketing

nicht ein tag vergeht, in dem man in den gängigen online- und offline-medien neue fälle, zahlen und ‘fakten’ aus dem social-media-umfeld erfährt. vor allem auf die grossen zwei – facebook und twitter – wird stets verwiesen und die zahlen analysiert. ganz nett. nun hat der gehasst-geliebte nielsen auf nielsenwire die erkenntnisse einer globalen studie veröffentlicht, die aussagt, dass die nutzungslänge von dezember 2008 zu dezember 2009 unfassbare 82% steigerung beträgt. oder anders: mehr als 5 stunden 30 minuten ‘social media usage’ im dezember 2009. (link)

According to The Nielsen Company, global* consumers spent more than five and half hours on social networking sites like Facebook and Twitter in December 2009, an 82% increase from the same time last year when users were spending just over three hours on social networking sites. In addition, the overall traffic to social networking sites has grown over the last three years.

die ‘globalität’ der untersuchung wird durch das asteriks ein bisschen eingeschränkt: das relevant set waren die länder usa, uk, australien, brasilien, japan, schweiz (!!), deutschland, frankreich, spanien und italien. interessant scheint mir auch, dass ein detailvergleich der länder an den tag bringt, dass die australier mit rund 6:52 stunden um etwa eine halbe stunde über dem mittel liegen. entweder kommt hier der natürliche drang zum kommunizieren, austauschen und einfach plaudern zum ausdruck oder auch hier tut sich immer mehr eine diskrepanz von möglichkeit-der-kommunikation zur fähigkeit-der-kommunikation auf.

immerhin – wir, die schweizer – zieh’n den durchschnitt auch in dieser analyse kräftig runter. bei uns hat’s im dezember 2009 ‘nur’ für 3:54 stunden gereicht mit twitter und facebook. ja, die durchdringung braucht bei uns etwas länger; das netzwerk der twitter- und facebook-user ist noch immer eher dünn. es gibt hier in der schweiz die typische kurve und ich denke, wir befinden uns in der zweiten hälfte, dort wo die ‘early adopters’ den wagen anziehen können. (link)

wir müssen uns aber geschlagen geben von den japanern, die nur 2:50 stunden in diesen beiden medien unterwegs waren. kann es sein, dass das ntt docomo andere wege einschlägt (ja!!!!)

was die analyse zeigt ist für mich klar:

das marketing muss über kurz oder lang auch in der schweiz entsprechende social media monitoring-instrumente einsetzen und benutzen. es geht nicht nur darum, twitter und facebook zu tracken, sondern auch foren, blogs und andere eigene kundenservice-kontaktstellen wie e-mails, phone, browserbased help etc.

die marketing- und verkaufsabteilungen in der schweiz (europa?) müssen mehr als 10 prozent ihres budgets einsetzen (link), um zu experimentieren, neue wege zu gehen und sich erfahren machen, wie social media/marketing funktioniert. web2.0 ist ein guter anfang – aber wie auch crm immer noch zu sehr auf technologie (ajax, soa, api, mashup…) fokussiert. es gilt, social media in der kommunikations- und medienstrategie und in taktische massnahmen umzusetzen und entsprechend die wirksamkeit zu messen. es gilt, einen chief-social-media-officer aufzustellen, der in grösseren firmen sehr eng mit dem kundenservice zusammenarbeitet. aktive systeme müssen das web ‘durchforsten’ nach begriffen und entsprechend halbautomatisierte antworten aus knowledge-bases vorgeben, die dann auf den verschiedenen relevanten plattformen publik gemacht werden sollen. es gibt im web bereits entsprechende suites – aber ich glaube, dass hier (noch) eine inhouse-lösung mit dem kundenservice die bessere lösung ist. demnächst stelle ich eine mögliche lösung hier vor.