na, das ist ja was ganz neues. ein möbelhaus macht klar schiff für ein dreier-wochenende in zernez. ein name ist bereits ausgefüllt – der eigene – und die zwei anderen felder müssen noch befüllt werden. mit freundinnen-namen. cool. der gesamte werbetext und die bilder dazu – drei frauen. aber… ein kleines manko gibts. aber von anfang an.

da verschickt der möbel pfister seinen neuesten katalog mit einem wettbewerb, wo man für drei freundinnen ein weekend gewinnen kann. spannend und sehr angenehm für die gewinnerINNEN. nur – ich bin ein mann…

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der adobe scene7 2010 survey zur customer experience in the next decade. spannende daten und inhalte, aus denen sich dennoch trends ableiten lassen können für die nächsten 15 monate.

 
beispiel-lag von drei technologien

ESV vs public Technologien

bei der bedienung der verschiedenen applikationen im internet über den browser kamen mir heute ein paar gedanken zu usability, die sich auch auf die weitere verbreitung von social media bzw. social crm ableiten lassen können. dabei hat dieser artikel im zweiten teil eine nicht vorhersehbare wendung genommen, die mir erst nach dem durchlesen bewusst geworden ist, ich jedoch so stehen lassen möchte.

es geht primär darum, wie die firmen die aktuellen entwicklungen im web intern abbilden bzw. die standardproduktanbieter viel zu langsam auf die aktuellen usability-trends reagieren. und usability hat sehr viel damit zu tun, wie gerne oder eben ungerne die anwendungen von den mitarbeitern genutzt werden.

und diese nutzungshäufigkeit wiederum hat einen direkten einfluss auf das verhalten in den social crm | media anwendungen bzw. der ‘resp0nsivness’ der unternehmen auf die aktuellen trends. oder haben sie schon mal eine traditionell ausgerichtete unternehmung mit reiner host-server applikation in twitter gesehen? nun gut, das war jetzt plakativ…

andererseits, wenn ich daran denke, wie die crm-anwendungen der grossen hersteller aussehen und wie niedrig die usability ist. so muss z.b. bei einem bekannten crm-system mit erp-integration in der weboberfläche rund 5mal geklickt werden, bis ich alleine einen neuen termin erfassen kann. nicht genug damit, auch die personen, die ich hinzufügen will, muss entweder über deren ID direkt oder dann nochmals über ein suchfenster im popup eingegeben werden. alleine – diese eintragungen sind dann nicht gespeichert, bis ich den ganzen eintrag speichere, obwohl die teilnehmerliste in einem eigenen tabellenbereich angezeigt wird. verwirrend? finde ich auch.

viele produkte, die wir im täglichen arbeitsablauf – thank god in the browser already – nutzen, sind von den herstellern auf den internen kunden ausgerichtet worden, innerhalb der unternehmung. CRM, ERP, VRM, SRM, FI, CO… wie die applikationen und module und wie-auch-immer-die-teilapplikationen-heissen genannt werden. während wir im öffentlich-privaten webumfeld schon lange mit layern, ajax, direkt-interagierenden anwendungen und webapplikationen umgehen, müssen wir im geschäftsumfeld mit web1.0-usability kämpfen. während im öffentlichen umfeld disruptive innovationen fast wöchentlich initiiert werden, sind im unternehmerischen umfeld die enterprise-solutions-unternehmen im halbjährlichen zyklus mit ‘releases’ v.a. im backend beschäftigt und im front-end bzw. facing-solutions bereich kommen wir auf rund einen release pro jahr. na super!

immerhin glaube ich, dass die ESV (enterprise solutions vendors) jetzt endlich auf web2.0 einschwenken, weil sich neue, junge firmen auf den weg gemacht haben, ihre angestammten bereiche mit neuesten technologischen front- und back-ends abzugraben; die traditionellen der branche !müssen! nun reagieren. der von hutch carpenter <link> propagierte 2-jahres-verzögerung zwischen unternehmenssoftware und öffentlich-privater software wird wohl noch länger so stehen bleiben – die graphik am anfang des artikels spricht hierfür selbst. es geht darum, dass firmen wohl eher evolutiv vorgehen anstatt revolutionär – was ja auch per se gut ist, jedoch gerade im bezug auf die adaption und adoption von social media | crm sehr gefährlich sein kann. hier sind teilweise 3 monate wie eine ewigkeit und firmen wie dell haben nur dadurch rasch reagieren können, als dass die in der social media initiierten schlechten news so rasch im ‘traditionellen mediakanal’ aufgenommen und verbreitet wurden und dell darauf aufmerksam wurde und entsprechende gegenmassnahmen ergreifen konnte. jetzt steht dell gut da und hat auch bereits einige millionen im social media kanal umgesetzt und trackt wohl mit entsprechenden social crm – suiten den bereich ständig.

social crm ist web3.0

ein provokativer titel, den ich so abschwächen möchte: “natürlich nicht per se”. sondern genau dann, wenn akzeptiert wird, dass der firmen und der markt per se kundengetrieben funktionieren. klassischerweise wird im marketing mit marktuntersuchungen, -panels, -forschungen und -gesprächen gearbeitet. solange ich das ex-post verhalten sowie einen gewissen anteil von demonstrativ-konsumkommunikation einberechne und akzeptiere, kann nichts dagegen gesagt werden. nur sagt mir eine solche untersuchung nicht wirklich etwas über das echte aktuelle verhalten (!!) und das agieren (!!) der zielgruppe aus. sondern ist eben eine analyse des ist-zustandes. da helfen auch untersuchungen für noch nicht existierende produkte was. hier wird nämlich nur das intendierte verhalten der marktteilnehmer betrachtet. und inwieweit dieses mit dem aktuellen kaufverhalten dann übereinstimmt, hat coke cherry, new coke, gm nova/mondeo, apple newton… ja bewiesen. wer andere beispiele hat – nur zu (mailme)

was das zentrum von social crm sein wird ist auch das zentrale am web3.0: die sinnvolle, zusammenbringende und aktuelle analyse der verschiedenen datenelemente. oder wie es esteban kolsky in seinem blog beschrieben hat:

Analytics, analytics, and analytics. In case you ask me what  is going to be the hot topic for the next two-to-three years (lots of the presenters will agree with me here). <source>

dabei sind meines erachtens verschiedene datenelemente zusammenzubringen, damit ein ‘einzig bild’ des kunden entsteht:

  1. bestandesdaten: diese kommen besterweise aus den aktuell bereits existierenden systemen wie z.b. dem CRM oder dem ERP. besterweise bereits in einem bereinigten format, so dass die daten nicht nochmals aus den systemen zusammengetragen werden müssen.
  2. transaktionsdaten: zum beispiel aus den e-shops, aus anderen quellen oder z.b. auch von der website, auf der sich ein (identifizierter) benutzer entsprechend bewegt.
  3. ‘interaktions’daten: wenn sich marktteilnehmer identifiziert im social media bewegen und sich dort austauschen bzw. selbst ihre beweggründe, bewertungen, tweets etc. kundtun, ist es eine gute idee, diese ebenfalls in das kundenbild einfliessen zu lassen. hier geht’s also vorab um alle daten, die sich aus social media erhalten lassen können. diese informationen sind relativ unverfälscht und spiegeln das aktuelle verhältnis des kunden mit der unternehmung und deren dienstleistungen bzw. produkte wieder.

diese drei datenquellen gilt es entsprechend zusammenzuführen, zu analysieren und daraus verhaltens- bzw. reaktionsmuster für die eigene unternehmung abzuleiten. dass dabei umfangreiche datenmengen anfallen ist klar, diese können jedoch bereits heute über geeignete mittel kategorisiert, gefiltert, aufbereitet und mit vordefinierten reaktionsmustern hinterlegt werden. das kann alleine nicht mehr mit keyword-basierten algorithmen geschehen, sondern sollte über künstliche neuronale netzwerke entsprechend ‘natürlichsprachlich’ durchgeführt werden. kommt dazu, dass wir uns im dreieck der knappheiten bewegen: zeit-, ressourcen- und geldknappheit. und im social media | crm umfeld ist zeit der limitierenste faktor, da eine zu lange reaktionsdauer unvorhergesehene reaktionen hervorrufen kann.

was das mit den eingangs erwähnten unwägbarkeiten der anwendungen zu tun hat? nun – vorausgesetzt die mitarbeitenden erhalten ein solches tool und arbeiten damit, jedoch stimmt die usability nicht bzw. die ‘employer experience’ ist schlecht – wer will es dann übel nehmen, dass die ganze sache nach hinten losgeht. (ja, natürlich: 1. der/die cfo, 2. das höhere management und 3. …da war doch noch was… ach ja: der markt)

grundlage für die provokation “social crm ist web3.0″ ist dann aber, dass tools zur verfügung gestellt werden, welche die einfache interaktion und zusammenarbeit (collaboration) zwischen mitarbeitenden und kunden zulassen. und zwar einfach. und so, dass auf beiden seiten das erlebnis optimal ist und auch das ergebnis für alle beteiligten parteien mehr-wertig ist und für alle das optimum erreicht. sei es im kundenservice, in der twitter-beschwerde oder einfach bei einer reparaturstatus-anfrage im web. und übrigens: alle anderen geschäftswichtigen prozesse sind je nach branche auch noch spannend gemeinsam mit kunden zu führen – z.b. innovationen, produktverbesserungen etc.

das bedeutet aber dann auch, dass die unternehmung entsprechende informationen gegen aussen bzw. dem definierten marktkreis offenlegen sollte – im gegenzug jedoch auch wertvolle zusätzliche informationen erhalte. nur so lässt sich eine langanhaltande, beidseitig wirtschaftlich interessante beziehung auf- und ausbauen sowie halten.

es gibt sicherlich bereits ESV-tools die gewisse funktionalitäten abdecken – jedoch sind wir erst am anfang, was die möglichkeiten betrifft. bestandesdaten werden von den meisten firmen mehr oder weniger aktiv und erfolgreich analysiert. bei transaktionsdaten ist die welt dual und bei den ‘interaktions’daten steh’n wir am anfang.

oder sehe ich da etwas ganz falsch? gibt es schon solche plattformen im einsatz?

 

mit social media oder social crm wird ja noch immer zu oft verstanden, dass man alles für lau erhält und daher auch nichts dafür bei der implementierung zahlen muss oder die ausgaben gering sind. dennoch ist es wichtig, den mehrwert der social crm | media strategie im auge zu behalten und auch dort auf einnahmen und ausgaben zu achten. die nachfolgende prezi-präsentation ist im frühen beta-stadium zu sehen und es ist noch vieles im aufbau, dennoch hier mal ein erster wurf. der nächste folgt nach.

m.e. eines der grösseren problem bei social crm ist, dass die einnahmen oftmals nicht direkt erkenn- und bewertbar sind. hier werde ich noch nachliefern, da in der unten angehängten prezi-präsentation einmal der erste teil – konzepte und generische inhalte – aufgezeichnet werden sollen.

mit bitte um zahlreiches feedback im kommentar oder unter e-mail-adresse me[at]dpschmidt.ch.

besten dank.

 

nachdem mit dem frühen crm adopter paul greenberg <link> die gründung des begriffes ‘social crm’ vor etwa einem jahr geschehen ist, wird in einem interessanten videobeitrag von lithium corp auf die kurze geschichte von social crm bzw. SCRM in diesem video eingegangen. SCRM, das noch immer evolving, im begriffe ist zu entstehen, wo noch immer am framework gearbeitet wird und viele details noch immer offen sind. dennoch glaube ich, dass SCRM die wirtschaftswelt und die art, wie unternehmen mit kunden und mehr noch umgekehrt der kunde mit der unternehmung selbst kontakt aufnimmt, verändern wird. essentiell ist dabei zu verstehen, dass die unternehmung auf die – je nach kundenart – schwachen oder starken signale hören muss, diese wahrnimmt, verarbeitet, bewertet und mit geeigneten lösungen in den entsprechendne kanälen aktiv wird. SCRM ist eine neue denweise, wie die macht des kunden und der vielen durch die unternehmung genutzt werden kann, aber so, dass auf beiden seiten mehrwert generiert wird. hier ist der key zum erfolg.

erläuterungen zum video

verschiedene interessante aspekte werden im video beleuchtet:

  • social crm besteht grundsätzlich aus drei elementen:
    dem ‘sozialen’, kundenorientierten und zusammenarbeitsbasierten modell der community oder einzelpersonen mit den entsprechenden werkzeugen und prozessen. dem wort ‘crm’, welches ja primär durch die unternehmen zur – salopp gesagt – durchleuchtung des kunden genutzt wurden und den ‘unternehmen’ selbst, die aber – nach einschätzung von paul greenberg – den anschluss wie verpasst haben und nicht bereit für die veränderten parameter sind. dies gilt vor allem und zuerst für die internen prozesse in der unternehmung. sei es die durchdringung mit echten ‘customer focus’ oder auch die offene, authentische kommunikation zuzulassen, die unabdingbar ist, wenn die unternehmung als objekt, einheit gesehen wird, die der durch den kunden initiierten kommunikation dient und bereitzustehen hat. diese änderungen sind trotz der vielen multi-channel-strategien, kommunikations- und marketingprojekte sowie der vielgestalten service- und crm-projekte noch immer zu wenig zum management durchgedrungen.
  • wenn mit social crm ebendiese art der kommunikation aus der unternehmung heraus gemeint ist:
    dann setzt das voraus, dass die mitarbeitenden in der unternehmung selbst dazu befähigt, berechtigt und auch mit entsprechenden tools ausgerüstet werden, diese kommunikation zu bewerkstelligen. mit social media hat jeder mitarbeitende in der unternehmung diese möglichkeiten. die unternehmungen und vor allem das management selbst ist aber noch immer zu reluktant gegenüber dem einsatz und sieht noch immer zu sehr sales und marketing im vordergrund. silos müssen durchbrochen werden, damit die inhalte und daten frei fliessen können. entweder schafft die unternehmung als einheit die grundlagen dafür, oder engagierte mitarbeitende führen die entsprechenden aufgaben selbst privat im namen der unternehmung durch. so geschehen während der aschewolke im flugverkehr. dies ist aber nicht der rechte weg. die unternehmung selbst muss mittel bereitstellen.
  • es gibt zur zeit zwei ‘wege’:
    erstens: firmen, die das operative crm einführen (möchten) oder dabei sind entpsrechende projekte zu starten. diese wollen erstmal ihre lösungen lauffähig und funktional erhalten und auf der anderen seite sehen, dass ihre kunden ‘auf der anderen seite miteinander kommunizieren’ und hier lösungen suchen. sie sehen aber den integrierten approach überhaupt noch nicht. ich glaube, hier befinden wir uns zur zeit zu 90% in der schweiz und in europa. die zusammenhänge der daten, systeme, prozesse und deren auswirkungen auf die organisation wird nicht gesehen oder anerkannt. oder dann ist man zu sehr damit beschäftigt, das operativ-transaktionale crm ‘zum laufen’ zu bringen. hier liegt riesiges potential brach!
    zweitens: auf der anderen seite eine junge industrie mit neuen tools und werkzeugen im internet, die bereit für die ‘neuen, wilden’ unternehmen sind und für diejenigen auf der jagd sind, die noch kein operatives crm im einsatz haben. diese unternehmen sind sicherlich oftmals dadurch gekennzeichnet, dass sie den internet-kanal in extenso nutzen, um ihre waren zu vertreiben: sei es mode, gebrauchsgüter, lebensmittel oder andere mehr ‘geek’-orientierte artikel. dabei geht es darum, die neuen tools geschickt einzusetzen und zu nutzen, um in kommunikation, interaktion mit den nutzern und potentiellen kunden zu kommen. die bereitschaft der kunden/konsumenten, ihre daten frei zu geben für die unternehmenszwecke ist dabei essentiell. meines erachtens müssen hier neue opt-in-wege gefunden werden und auch die möglichkeit, dass der konsument nicht 1 million mal z.b. seine adresse bei einem wegzug ändern und in kontakt treten muss. hier sollte es neue lösungen geben (für ein kleines projekt bei mir anfragen).
  • firmenängste:
    das management sieht, wie sich kunden zusammentun, communities bilden und neue kommunikationsformen gebildet werden, in denen über produkte, dienstleistungen und geschäfte diskutiert wird. mindestens wird erkannt, dass eine konversation betrieben wird und davor fürchten sich die meisten firmen ungemein. wie dem begegnen? mit gesetz? mit einschränkungen? mit neuen, erweiterten agb’s? – ich glaube, hier müssen die firmen in allen bereichen noch viel lernen; das internet ist per se offen, frei und die leute tauschen sich auch dann aus über ihre erfahrungen, wenn die firma das verbieten will. das hat sich mehrfach bereits gezeigt. der kunde ändert sich und wem er vertraut. nicht mehr der firma per se.
    die kontrolle der konversation muss beim kunden erhalten werden bzw. zu ihm migriert werden, damit sie erfährt, was der kunde wünscht und wie er behandelt werden möchte und wie die firma mit ihm kommunizieren kann. dieser wandel wird eine grosse kulturelle erfahrung bringen und bedingt eine starke änderung.
  • grösste herausforderungen:
    erstens: kontrolle abgeben über die kommunikation. der kunde kommt auf die firma zu und nicht umgekehr.
    zweitens: kultur ändern zu einer ‘kundendominierten’ firma. der kunde ist das zentrum des ecosystems.
    drittens: die firmen – selbst die mit einem ‘customer centric’-approach sind sich dessen zwar bewusst, leiten aber keine aktiven veränderungen ein, da sie noch immer meinen, die kunden dominieren zu können. hier liegt das grösste potential noch brach, um die wahrnehmung über die akzeptanz hin zu einer umsetzung zu führen, so dass die firmen wirklich einen social crm (SCRM) ansatz verfolgen.

die gesellschaftlichen wandelungen in unserer zeit werden die ‘alten’ traditionellen kunden immer mehr abbauen – diejenigen also, die mit dem internet nicht viel anfangen können und sich auch dementsprechend dort nicht austauschen. diese generation wird dennoch immer mehr mit dem internet zu tun haben, da die ‘ubiquität’ der internet-enabled-geräte (smartphones, tablets, iPad…) weiter zunehmen wird und in das tägliche leben noch mehr eingreifen wird. die kommende generation, die mit dem internet aufgewachsen ist, wird die unternehmung vor die wahl stellen: entweder ihr schaut darauf, was wir, die kunden, über euch sagen und reagiert, oder wir wenden uns ab oder gründen eigene firmen, die das besser machen und UNS verstehen! period.