Was der Mikroklima-Simulator berechnet – und was nicht
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Dies ist ein Hobby-Projekt und kein wissenschaftliches Modell. Es entstand aus Interesse daran, wie sich Versiegelung, Bebauung und Begrünung grundsätzlich auf die städtische Hitzeinsel auswirken – nicht als Werkzeug für belastbare, ortsgenaue Klimaprognosen.
Für eine wissenschaftlich fundierte, räumlich aufgelöste Modellierung eines echten Standorts müsste das InVEST Workbench von Stanfords Natural Capital Project verwendet werden – mit echten Geodaten (Landnutzung, Baumkronen, Gebäudehöhen, Wetterdaten) statt Schiebereglern. Hier geht es stattdessen darum, die grundlegenden Zusammenhänge und Stellhebel spielerisch zu simulieren und zu verstehen.
Die Engine (microclimate-engine-v2.js) orientiert sich am Aufbau des
InVEST Urban Cooling Model: Aus den eingestellten Flächenanteilen (Asphalt, poröser Belag,
Gebäude, Grünfläche, Bäume, Dachbegrünung) werden ein Beschattungsgrad, ein gewichtetes Albedo und ein
Verdunstungsindex (Evapotranspiration, über den Crop-Coefficient Kc) berechnet. Aus diesen drei Grössen
entsteht die InVEST-Kühlleistung (60% Schatten, 20% Albedo, 20% Verdunstung), aus der wiederum
die städtische Lufttemperatur (T_air) und eine empirisch geschätzte Oberflächentemperatur (T_surface)
abgeleitet werden.
Die verwendeten Gewichtungen, Referenztemperaturen und Hitzeinsel-Faktoren wurden so gewählt, dass sie grössenordnungsmässig zu öffentlich zugänglichen Zahlen aus BAFU- und ETHZ-Publikationen passen (siehe Quellen unten) – sie sind aber vereinfachte, von Hand kalibrierte Näherungswerte und keine aus Messdaten gefittete Regression.
Um die Simulation verständlich und mit wenigen Reglern bedienbar zu halten, blendet das Modell zahlreiche reale Einflussfaktoren aus, unter anderem:
Stattdessen kommt hier nur ein vereinfachtes mathematisches Modell auf Basis der oben genannten Flächenanteile zum Einsatz. Die Simulation eignet sich, um generelle Wirkzusammenhänge und Faustregeln zu erkunden – nicht, um reale Standorte exakt abzubilden.
Modell & Fachpublikationen
Weitere behördliche Datenquellen